|GTaag|

30. Januar 2006

Jordanien 2006

Abgelegt unter: so — gtaag @ 19:32


Text dazu wegen inhaltlicher Unstimmigkeiten mit nicht zufällig handelnden Personen, die sich erkannt und drüpiert sahen, vom Netz genommen. Aber die Fotos dürfen doch bleiben. Oder?



GTaag 2006

GTaag, 2006

GTaag 2006

GTaag, 2006

26. Januar 2006

Alok

Abgelegt unter: so — gtaag @ 03:41


GTaag 06


Amman, Jordanien
Der Zen-Kalligraph Alok ist angekommen. Das ist ein kleiner Mann mit weißen Haaren und einem sehr kurz gehaltenen weißen Vollbart über sonnengebräunter Haut. Er ist Chinese und lebt in Arizona. Seitdem er 12 ist, ist er aus China weg, jetzt ist er 67 und er will wieder zurück nach China, für den letzten Abschnitt seines Lebens. So wie er das sagte, war es mehr, als nur sich zur Ruhe setzen wollen. Das dringende Befürfnis, den Kreis schließen zu wollen? So etwas?

Alok ist sehr fein und zurückhaltend, aber diese Zurückhaltung steht ihm nicht im Wege. Da er von jedem beachtet wird, kann er sogar mit dieser Zurückhaltung spielen. Er schwebt durchs Leben und seine Worte, die er gerne mit leiser Stimme ausspricht, finden Beachtung, eigentlich egal, was er sagt. Ist das nicht ein anstrengendes Leben? Vielleicht nicht. Wenn man 67 ist und wie 57 aussieht und eine federnde Natur besitzt, dann vielleicht nicht.
Und die Chinesen lassen ihn bis heute nicht in ihr Land.



UPDATE 14.4.06: Alok hat mich wieder dazu gebracht, TaiChi zu lernen. Seit 1993 versuche ich das, ich hatte es immer wieder aufgegeben, hab ja viel reisend gearbeitet, schöne Ausrede. Nun aber bleibe ich dran. Egal, ob Arbeit dazwischen kommt. Der Knoten ist geplatzt.

9. Januar 2006

"Idiotentest". Traurig.

Abgelegt unter: Rezensionen — gtaag @ 11:16


Idiotentest
 



Nun hatte ich das Buch doch ungelesen ins Neue Jahr mit hinüber genommen. Aber bei Büchern ist es ja so praktisch: Sie werden nicht schlecht. Man kann sie hinlegen, vergessen, wieder entdecken, notfalls kann man sie auch zweimal lesen, oder niemals lesen. Meine Freundin verkauft gerade alle ihre Bücher über Amazon und hat schon 200EUR eingenommen, von ihrem Stapel habe ich einige stibitzt, einige Canetti und so, sie hats gemerkt aber nichts gesagt, ich habe sie sehr gerne. So wird unser Haushalt zweigeteilt bleiben, ich mit Büchern vollgestopft, sie mit blanken Wänden. Blanke Wände sind mir ansich auch lieber, aber Bücher, sie bieten wenigstens die Garantie, dass keine Langeweile aufkommt. Wenn es mal anders kommt. Bspw. keine Arbeit oder so.



Mit dem neuen Buch von Tom Liehr habe ich mich sehr schwer getan, es wäre beinahe so ein Kandidat geworden, den ich weggelegt hätte. Denn nicht fertig gelesene Bücher finde ich ziemlich schlimm, ich habe dann das Gefühl, versagt zu haben, nicht konsequent genug gewesen zu sein, jedenfalls neige ich dazu, mir die Schuld zu geben und nicht den Büchern. Darum wanderte Herr Liehr von Tasche zu Tasche, wurde immer wieder umgepackt und mitgenommen, war eine Weile in Hamburg, dann in Moskau, kurz in Paris, in der Uckermark und Berlin sowieso. Beinahe käme Amman noch hinzu, aber diese Chance, noch dazu Wüste, habe ich dem Idiotentest nicht gegeben. Ausgelesen! An 2 Tagen!



Idiotentest ist wirklich ein trauriges Buch. Darüber kann auch der lockere Tonfall nicht täuschen, ein Tonfall übrigens, der es mir so schwer gemacht hat mit diesem Buch. Ich mochte es streckenweise deshalb gar nicht.
Ich habe nicht sonderlich viel übrig für locker-flockige Verallgemeinerungen, jedenfalls nicht, wenn sie am Fließband produziert werden. Da sind die Leggingfrauen, die Pressspanmöbelbesitzer, die üblichen Verdächtigen, der IKEA-Halter für den Fernseher. Das ist irgendwie – zu viel.



Aber es gibt wunderbare Passagen, stellvertretend diese: Henry geht mit Andrea ins „Würgeengel“, sie reden das erste Mal über sich, da taucht ein Typ auf, setzt sich dazu, Henry ist abserviert. Ist er ja eigentlich nicht, aber kommt sich so vor, die Welt sieht auf einmal anders aus, was gerade noch sicher schien, ist auf einmal ganz anders, man glaubt sich wenigstens ein bisschen zu kennen, aber man kennt sich eigentlich gar nicht.



So gibt es einige Passagen, schon deshalb wird das Buch mir in Erinnerung bleiben. Und es wird, neben den vielen noch folgenden von Tom, in der Reihe, sich nicht verstecken müssen. Die Schwächen wird man ihm nachsehen. Mit etwas mehr TamTam in der Werbung könnte es auch ruhig mehr Beachtung finden. Aber Aufbau, igitt, olle Ostmuschpoken, da haben sie mal ne Perle und machen nichts draus.