Fabrikarbeit
Dieser gewisse Tunnelblick hat sich eingestellt. Zum Feierabend läuft das Mädchen mit der glatten Gesichtshaut und den ausladenden Hüften, um die sie einen Gürtel mit allerhand Gerätschaften, WalkyTalky, Taschenmesser, MacLite, Täschlein für Zigaretten, Feuerzeug, Tampons, Haustürschlüssel, geschnallt hat, ja, es fehlen eigentlich nur die Patronenhülsen, läuft sie von Mitarbeiter zu Mitarbeiter und verteilt die Callsheets für den nächsten Tag. Darauf stehen die Bilder, die abzuarbeiten sind und die Anfangszeiten und allerhand andere Informationen, die man für gewöhnlich nicht liest, ich lese sie jedenfalls nicht. Wichtig ist einzig und alleine, wo es am nächsten Tag hingeht und wann angefangen wird. Wenn der Drehort gewechselt wird gibt es auch einen Stadtplan und eine empfohlene Route mit Marker gekennzeichnet und auch noch einmal in einem Kästchen der Fahrtweg mit Worten beschrieben, nein, es kann eigentlich nichts schief gehen für jedes einzelne Gewerk, jeden einzelnen Mitarbeiter. Und tatsächlich habe ich noch niemals erlebt, dass irgend jemand irgendwann irgendwo wirklich nicht zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zur Stelle war, das passiert einfach nicht, das ist Logistik und das ist ausgeklügelt und es gibt in dieser Hinsicht sowieso keine Schlamperei, da alle Mitarbeiter sowieso Freiberufler sind und sich ein neuerliches Engagement durch Patzer wie Drehort nicht finden oder zu spät kommen nicht verscherzen werden, deshalb jedenfalls nicht.
Nach 35 Tagen oder 7 Wochen Zusammenarbeit weiß man natürlich auch, was man voneinander zu halten hat. Da die Jobs unterm Strich gut bezahlt werden – es lohnt sich für jeden, hier zu tun, sie fahren auch alle Autos in besserem Segment und das Spielzeug, mit dem sich umgeben wird, Handys, Laptops, iPods, Digitalkameras, das ist alles jüngste Auflage – da sind die Stellen auch nicht gerade mit Berufsanfängern besetzt. Alles zwar Leute um die 30, ich bin mit 43 eine Ausnahme, aber jeder mit etlichen Fernsehproduktionen auf dem Buckel, fürs Fernsehen zu arbeiten bedeutet den Anspruch auch unter Zeitdruck zu wahren. Das ist allerhand. So kenne ich nach 7 Wochen jeden mit seiner Macke und seiner Stärke, einen Assistenten habe ich, den ich sicherlich am letzten Drehtag auch das letzte Mal sehen werde, so einen lahmen Mitarbeiter hatte ich noch nie, nach einer Woche hätte ich ihn eigentlich feuern müssen, aber da er durch mich und nicht durch die Produktion zu mir gekommen ist, ging das nicht so einfach, da war nur eines dieser Gespräche nötig, die ich so sehr liebe, ich sagte ihm, dass er eine taube Nuss sei, danach ging es etwas besser, aber taube Nuss bleibt taube Nuss. Jedenfalls wenn die Nuss schon über 30 Jahre alt ist.
Nun, noch eine Woche. Was mache ich dann. Am besten ans Meer fahren. Ja ans Meer. Und mal wieder schreiben.
Nach 35 Tagen oder 7 Wochen Zusammenarbeit weiß man natürlich auch, was man voneinander zu halten hat. Da die Jobs unterm Strich gut bezahlt werden – es lohnt sich für jeden, hier zu tun, sie fahren auch alle Autos in besserem Segment und das Spielzeug, mit dem sich umgeben wird, Handys, Laptops, iPods, Digitalkameras, das ist alles jüngste Auflage – da sind die Stellen auch nicht gerade mit Berufsanfängern besetzt. Alles zwar Leute um die 30, ich bin mit 43 eine Ausnahme, aber jeder mit etlichen Fernsehproduktionen auf dem Buckel, fürs Fernsehen zu arbeiten bedeutet den Anspruch auch unter Zeitdruck zu wahren. Das ist allerhand. So kenne ich nach 7 Wochen jeden mit seiner Macke und seiner Stärke, einen Assistenten habe ich, den ich sicherlich am letzten Drehtag auch das letzte Mal sehen werde, so einen lahmen Mitarbeiter hatte ich noch nie, nach einer Woche hätte ich ihn eigentlich feuern müssen, aber da er durch mich und nicht durch die Produktion zu mir gekommen ist, ging das nicht so einfach, da war nur eines dieser Gespräche nötig, die ich so sehr liebe, ich sagte ihm, dass er eine taube Nuss sei, danach ging es etwas besser, aber taube Nuss bleibt taube Nuss. Jedenfalls wenn die Nuss schon über 30 Jahre alt ist.
Nun, noch eine Woche. Was mache ich dann. Am besten ans Meer fahren. Ja ans Meer. Und mal wieder schreiben.