Albanien/8 (Tirana)
Ein Audioeinspiel sollte Ihnen eigentlich die Vergangenheit etwas näher bringen, aber mit dem Implantat, das hat nicht geklappt. Aber Sie haben ja Phantasie, davon gehe ich aus.
Gerne wissen würde ich, ob Sitzpolster ausgegeben wurden oder ob da jeder seine Unterlage selber mitgebracht hat. Die Jungs haben es mir nicht gesagt, die waren nicht einmal bereit zu einem abschließenden Foto. Gewusst hätten sie es natürlich auch nicht, die Information vermisse ich weniger als das nicht gemachte Foto in dieser Reihe. Aber als Tourist so unterwegs sein, das ist mitunter anstrengend, nicht nur wegen der Hitze und dem Mangel an Annehmlichkeiten. Da wird man gerne auch mal lasch.
Entschuldigung.
Im Hintergrund übrigens, da ist ein See zu sehen. Das haben sich die Planer von Tirana so ausgedacht, als die Partei das Dorf Tirane, ein kleines vorhandenes Nest in der unbedeutenden Mitte Albaniens, auserkoren: Ein See müsse her, der gehört zu jeder ordentlichen Hauptstadt. Der See ist nicht gerade ein Tümpel, aber Imposanz fehlt ihm völlig. Er hat noch heute den Charme eines Stausees, wo die Ufer fremdeln, das Rundherum mehr zu einem Feld, als zu einem See dieses Ausmaßes passen würden.
Das Pferd sprengte irgendwann dort vorbei. Wohlgemerkt, wir befinden uns in Tirana, 2006.

Dort unten begegnete uns dann ein Schäfer, der war Mitte der 70 und mit einer Klarheit im Kopf, die nicht nur konstitutiv erklärt werden kann, sondern auch mit einer gefundenen Gelassenheit. Ich bin jetzt Pensionär und hüte Schafe. Zu Hause herumsitzen, das geht nicht. Früher habe ich auch nicht herumgesessen, da war ich Kraftfahrer, Delegationen bin ich gefahren! Ich habe immer mitgetan, jedes hat seine Zeit.
Wir fragten ihn nach seinem Russisch, da war er etwas irritiert, aber er konnte etwas und war froh darüber. Wir lachten. Mit Fremden lachen, wie früher. Seine Schafe waren liebe Tiere. Als ein anderer Schäfer mit seinen 10 Tieren vorbeikam, zogen sie etwas mit, blieben dann aber wieder stehen, ohne dass sie einen Befehl bekommen hatten.
Gerne wissen würde ich, ob Sitzpolster ausgegeben wurden oder ob da jeder seine Unterlage selber mitgebracht hat. Die Jungs haben es mir nicht gesagt, die waren nicht einmal bereit zu einem abschließenden Foto. Gewusst hätten sie es natürlich auch nicht, die Information vermisse ich weniger als das nicht gemachte Foto in dieser Reihe. Aber als Tourist so unterwegs sein, das ist mitunter anstrengend, nicht nur wegen der Hitze und dem Mangel an Annehmlichkeiten. Da wird man gerne auch mal lasch.
Entschuldigung.
Im Hintergrund übrigens, da ist ein See zu sehen. Das haben sich die Planer von Tirana so ausgedacht, als die Partei das Dorf Tirane, ein kleines vorhandenes Nest in der unbedeutenden Mitte Albaniens, auserkoren: Ein See müsse her, der gehört zu jeder ordentlichen Hauptstadt. Der See ist nicht gerade ein Tümpel, aber Imposanz fehlt ihm völlig. Er hat noch heute den Charme eines Stausees, wo die Ufer fremdeln, das Rundherum mehr zu einem Feld, als zu einem See dieses Ausmaßes passen würden.
Das Pferd sprengte irgendwann dort vorbei. Wohlgemerkt, wir befinden uns in Tirana, 2006.

Dort unten begegnete uns dann ein Schäfer, der war Mitte der 70 und mit einer Klarheit im Kopf, die nicht nur konstitutiv erklärt werden kann, sondern auch mit einer gefundenen Gelassenheit. Ich bin jetzt Pensionär und hüte Schafe. Zu Hause herumsitzen, das geht nicht. Früher habe ich auch nicht herumgesessen, da war ich Kraftfahrer, Delegationen bin ich gefahren! Ich habe immer mitgetan, jedes hat seine Zeit.
Wir fragten ihn nach seinem Russisch, da war er etwas irritiert, aber er konnte etwas und war froh darüber. Wir lachten. Mit Fremden lachen, wie früher. Seine Schafe waren liebe Tiere. Als ein anderer Schäfer mit seinen 10 Tieren vorbeikam, zogen sie etwas mit, blieben dann aber wieder stehen, ohne dass sie einen Befehl bekommen hatten.




