MacBook
Die Festplatte des kleinen Mac machte ein Geräusch, als würde es zu regnen anfangen und die Tropfen fielen auf eine blechbewehrte Fensterbank. Dann wurde das Geräusch stärker und unangenehmer, es knirschte. Ich schaffte es gerade noch, ein vollständiges Backup zu machen, dann ging gar nichts mehr.
T. sagte, ich hätte nicht so oft davon reden sollen, dass ich im Februar einen neuen kaufen wolle, das habe er gehört und beleidigt mir eine Nase gezogen.
Ich glaube ja nicht an solchen inneren Zusammenhang der Dinge, aber wer weiß, nach 4 Jahren Treue über einige Kontinente und immer zwischen der Uckermark und Berlin hin und her, vielleicht entsteht da so etwas wie eine Chemie, die man nicht einfach unbeachtet lassen sollte.
Ich nutzte einen ungewöhnlich kurzen 10-Stunden-Tag schnell noch zu Gravis zu fahren. Nein, bei technischen Geräten gibt es keine Emotionen bei mir, ich konnte nicht mal eine Emotion zu meiner Leica entwickeln, wo andere gleich Clubs gründen und die Gesellschaft in 2 Kategorien einteilen: Die, die eine besitzen und die, die keine besitzen.
Gravis war noch gut besucht und ein Verkäufer erzählte mir viele Vorzüge der aktuellen MacBooks, ich fragte ihn noch nach einem Preisnachlaß oder wenigstens einer Neoprentasche dazu, aber da ging nichts. An der Kasse erhielt ich eine Maczeitschrift gratis und eine Spiele-DVD, die Zeitschrift stellte sich als Werbebroschüre für andere Macprodukte heraus und die Spiel-DVD ist mir irgendwie beim Auspacken gleich weggerutscht. Ich bin nicht so verspielt. Ich schreibe lieber.
Die neuen MacBooks sind wirklich sehr ästhetische Geräte, flach und sauber verarbeitet. Mac hat mittlerweile das Spaltmaß in den Griff bekommen, nicht so wie beim iBook, wo man ganze Zeitungen hat durchstecken können. Aber das sind ja nur Äußerlichkeiten, schließlich ist das iBook nicht am Spaltmaß über den Jordan gegangen, sondern wegen der Festplatte. Nur ärgerlich beim Neuen, die Maus ließ sich von Anfang an nicht durch das Trackpad steuern, hm, die USB-Maus tat es, also konnte ich erst einmal einrichten und mich mit Softwareinstallation abmühen. Am anderen Tag wieder zu GRAVIS und das Ding ausgepackt, bereit für einen Umtausch, eingeschaltet und der freundliche Servicemitarbeiter ließ sofort und ohne Probleme die Maus übers Trackpad steuern.
Na gut, wenn’s nun funktioniert, wieder zu Hause, ausgepackt, eingeschaltet, nichts da mit Maus übers Trackpad. Telefoniert mit GRAVIS und die Empfehlung, doch mit ApfelCare zu sprechen, aber da wusste man auch nichts besseres, als über eine kostenpflichtige Nummer erst einmal meine Daten aufzunehmen und dann zum Abschluß mir eine Webadresse zu geben. Denn darüber, so wörtlich, bezöge man auch nur seine Informationen.
Dazu muß man wissen, dass das Telefonat versatzstückartig ablief, ich konnte förmlich die Datenpakte riechen, in denen die Sprache transportiert wurde. Nee, Jungs und Mädels von Apple, ich habe zwar gerade ganz gut an eurer Aktie verdient (+16% in 5 Tagen und beim Downswing ausgestiegen), aber billig ist nicht gut, vor allem wenn es vom Kunden teuer bezahlt werden muß.
Vor dem dritten Besuch bei GRAVIS säuberte ich erst einmal die Festplatte, denn nun muß das Gerät ja wohl umgetauscht werden. Der Kollege startet das Teil und bewegt sofort die Maus via Trackpad. Ich sagte etwas von Wasseradern und schlechten Energien in meiner Wohnung, wir lachten. Hinunterfahren und wieder starten, nun versuchte ich selber, ha: die Maus ließ sich nicht bewegen! Na bitte.
Um es kurz zu machen, mein Abgang war peinlich: Man darf das Trackpad nur mit einem Finger (und wirklich nur mit einem) berühren, um die Maus bewegen zu können. Zwei Finger aufgelegt, so wie ich es gewöhnt bin, vereitelt den Vorgang, aber setzt eine Neuerung in Kraft: die Finger vertikal bewegt, das lässt den Bildschirm scrollen.
So, jetzt ist es Zeit, eine emotionale Bindung zum neuen Gegenstand herzustellen. Wenn das man nicht schon geschehen ist.
T. sagte, ich hätte nicht so oft davon reden sollen, dass ich im Februar einen neuen kaufen wolle, das habe er gehört und beleidigt mir eine Nase gezogen.
Ich glaube ja nicht an solchen inneren Zusammenhang der Dinge, aber wer weiß, nach 4 Jahren Treue über einige Kontinente und immer zwischen der Uckermark und Berlin hin und her, vielleicht entsteht da so etwas wie eine Chemie, die man nicht einfach unbeachtet lassen sollte.
Ich nutzte einen ungewöhnlich kurzen 10-Stunden-Tag schnell noch zu Gravis zu fahren. Nein, bei technischen Geräten gibt es keine Emotionen bei mir, ich konnte nicht mal eine Emotion zu meiner Leica entwickeln, wo andere gleich Clubs gründen und die Gesellschaft in 2 Kategorien einteilen: Die, die eine besitzen und die, die keine besitzen.
Gravis war noch gut besucht und ein Verkäufer erzählte mir viele Vorzüge der aktuellen MacBooks, ich fragte ihn noch nach einem Preisnachlaß oder wenigstens einer Neoprentasche dazu, aber da ging nichts. An der Kasse erhielt ich eine Maczeitschrift gratis und eine Spiele-DVD, die Zeitschrift stellte sich als Werbebroschüre für andere Macprodukte heraus und die Spiel-DVD ist mir irgendwie beim Auspacken gleich weggerutscht. Ich bin nicht so verspielt. Ich schreibe lieber.
Die neuen MacBooks sind wirklich sehr ästhetische Geräte, flach und sauber verarbeitet. Mac hat mittlerweile das Spaltmaß in den Griff bekommen, nicht so wie beim iBook, wo man ganze Zeitungen hat durchstecken können. Aber das sind ja nur Äußerlichkeiten, schließlich ist das iBook nicht am Spaltmaß über den Jordan gegangen, sondern wegen der Festplatte. Nur ärgerlich beim Neuen, die Maus ließ sich von Anfang an nicht durch das Trackpad steuern, hm, die USB-Maus tat es, also konnte ich erst einmal einrichten und mich mit Softwareinstallation abmühen. Am anderen Tag wieder zu GRAVIS und das Ding ausgepackt, bereit für einen Umtausch, eingeschaltet und der freundliche Servicemitarbeiter ließ sofort und ohne Probleme die Maus übers Trackpad steuern.
Na gut, wenn’s nun funktioniert, wieder zu Hause, ausgepackt, eingeschaltet, nichts da mit Maus übers Trackpad. Telefoniert mit GRAVIS und die Empfehlung, doch mit ApfelCare zu sprechen, aber da wusste man auch nichts besseres, als über eine kostenpflichtige Nummer erst einmal meine Daten aufzunehmen und dann zum Abschluß mir eine Webadresse zu geben. Denn darüber, so wörtlich, bezöge man auch nur seine Informationen.
Dazu muß man wissen, dass das Telefonat versatzstückartig ablief, ich konnte förmlich die Datenpakte riechen, in denen die Sprache transportiert wurde. Nee, Jungs und Mädels von Apple, ich habe zwar gerade ganz gut an eurer Aktie verdient (+16% in 5 Tagen und beim Downswing ausgestiegen), aber billig ist nicht gut, vor allem wenn es vom Kunden teuer bezahlt werden muß.
Vor dem dritten Besuch bei GRAVIS säuberte ich erst einmal die Festplatte, denn nun muß das Gerät ja wohl umgetauscht werden. Der Kollege startet das Teil und bewegt sofort die Maus via Trackpad. Ich sagte etwas von Wasseradern und schlechten Energien in meiner Wohnung, wir lachten. Hinunterfahren und wieder starten, nun versuchte ich selber, ha: die Maus ließ sich nicht bewegen! Na bitte.
Um es kurz zu machen, mein Abgang war peinlich: Man darf das Trackpad nur mit einem Finger (und wirklich nur mit einem) berühren, um die Maus bewegen zu können. Zwei Finger aufgelegt, so wie ich es gewöhnt bin, vereitelt den Vorgang, aber setzt eine Neuerung in Kraft: die Finger vertikal bewegt, das lässt den Bildschirm scrollen.
So, jetzt ist es Zeit, eine emotionale Bindung zum neuen Gegenstand herzustellen. Wenn das man nicht schon geschehen ist.