Tag Null
Mit Afrika hat das hier bisher nicht übermäßig zu tun. Vom Flughafen bei Casablanca ging es in die Stadt eine frisch asphaltierte Straße hinein, mit weitestgehend wohl umfriedeten Grundstücken gesäumt, sehr häufig überwuchert mit kletternden Pflanzen, die dicht mit großen roten Blüten besetzt sind. Und die Häuser, recht jung gebaut und frisch gestrichen mit viel Weiß und viel ins Rot gehendem Ocker, Veranden und Helligkeit. Nichts da Dritte Welt, wie sie sich gerade an den Ausfallstraßen sonst gerne zeigt, mit Wellblechquartieren und kleinen Handwerkerbuden, gerne Autoschrauber, nichts da. Selbst weiter in der Stadt, die Hochhäuser gepflegt, auf den ersten Blick und als es ein bisschen krautiger zu werden schien, bogen wir ab, durch ein Diplomatenviertel und Richtung Meer und hielten und fanden uns in einer ganz normalen Filmproduktion, wie sie auch in Deutschland aufgeschlagen sein könnte, gute Räume mit spärlichem Mobiliar, alle irgendwie beschäftigt mit ihren Laptops auf improvisierten Tischen und mit den Pinnwänden, den Bildern der Schauspieler, den Listen der Wochenplanung.
Und dann wird man eben so begrüßt, als neues Gewerk, das dazu gestoßen ist und redet die Sätze, die man auch in Europa reden würde oder in Asien, man redet sie eben nun in Marokko, mit wildfremden Menschen und redet sofort nur Sätze, die eigentlich gar nicht gesagt werden müssen, aber indem man sie sagt signalisiert man, dass man bescheid weiß und es damit unkompliziert ist mit einem und über das Komplizierte und über die Schwierigkeiten, darüber reden wir mal jetzt überhaupt nicht, das kommt alles früh genug.
Ja nun fahrt erst mal in eure Wohnung, im Supermarkt nebenan könnt ihr gleich einkaufen, dort gibt es auch Alkohol und der Bankomat, nicht den ersten nehmen, der ist kaputt, um die Ecke ist noch einer, der zeigt alles auch in englisch.
Willkommen in Marokko. EC-Karte hinein und Geheimzahl eingetippt. Wollen sie eine Quittung, ja, aber die kam dann doch nicht. Dafür das Geld, wie frisch gedruckt.
Unser Appartement liegt wieder etwas zum Flughafen zurück, ein neu gebauter Komplex mit steil abschüssigen Tiefgaragenabfahrten und Bordsteinkanten, so hoch, dass es hier Oberschenkeltraining geben wird. Eine Seitengasse, sehr ruhig dadurch. Der Wachmann hielt uns die Tür auf und redete französisch. Mein Assistent redet diese Sprache. Er sagt, er verstünde nur die Hälfte, da sei ein so starker arabischer Akzent. So kommt es, dass ich, wenn ich aufmerksam bin, ganz gut verfolgen kann.
Und dann wird man eben so begrüßt, als neues Gewerk, das dazu gestoßen ist und redet die Sätze, die man auch in Europa reden würde oder in Asien, man redet sie eben nun in Marokko, mit wildfremden Menschen und redet sofort nur Sätze, die eigentlich gar nicht gesagt werden müssen, aber indem man sie sagt signalisiert man, dass man bescheid weiß und es damit unkompliziert ist mit einem und über das Komplizierte und über die Schwierigkeiten, darüber reden wir mal jetzt überhaupt nicht, das kommt alles früh genug.
Ja nun fahrt erst mal in eure Wohnung, im Supermarkt nebenan könnt ihr gleich einkaufen, dort gibt es auch Alkohol und der Bankomat, nicht den ersten nehmen, der ist kaputt, um die Ecke ist noch einer, der zeigt alles auch in englisch.
Willkommen in Marokko. EC-Karte hinein und Geheimzahl eingetippt. Wollen sie eine Quittung, ja, aber die kam dann doch nicht. Dafür das Geld, wie frisch gedruckt.
Unser Appartement liegt wieder etwas zum Flughafen zurück, ein neu gebauter Komplex mit steil abschüssigen Tiefgaragenabfahrten und Bordsteinkanten, so hoch, dass es hier Oberschenkeltraining geben wird. Eine Seitengasse, sehr ruhig dadurch. Der Wachmann hielt uns die Tür auf und redete französisch. Mein Assistent redet diese Sprache. Er sagt, er verstünde nur die Hälfte, da sei ein so starker arabischer Akzent. So kommt es, dass ich, wenn ich aufmerksam bin, ganz gut verfolgen kann.