Tag 6
Der Strand von Casablanca, nachdem eine Bucht den Strandanlagen vorbehalten ist, die mit ins Meer hineingebauten blauen Swimmingpools protzen und man kann weißhäutigen Menschen von oben, von der wenig entfernten Straße, dabei zusehen, wie sie sich entspannen mit ihren hingelegten Körpern, der Strand von Casablanca ist dort, wo der reguläre Stadtplan geendet hat ein riesiger lang gestreckter Fußballplatz. Das Meer nimmt sich eine breite Fläche, auszurollen, in der Nacht stärker als am Tage und so bleibt ein fast waagerechter Streifen Sandes, der fest und frei von Müll ist, ideal zum Bolzen. Um als Spaziergänger dort entlangzukommen bleibt einem nichts anderes übrig, als die Schuhe auszuziehen und die Hosenbeine hochzukrempeln und sich näher auf die Fläche mit den auslaufenden Wellen zu begeben, sonst ist kein unbeschadetes Durchkommen, oder man spielt auf einmal mit.
GTaag hat noch niemals gerne Fußball gespielt. Er schreitet lieber forsch aus und vergisst manchmal, dass das Wasser manchmal weit vorjagt und im Gegenlicht zwar wie ein See so harmlos zum liegen kommt, aber immer noch die Kraft der Wellen beherbergt, wie soll es auch bei der 30 Meter entfernter tosender Brandung anders sein. Nasse Hosenbeine sind so was von egal. Es ist wunderbar, barfuss im kühlen Wasser zu laufen, den Gedanken nachzuhängen und frei zu haben und keine Verpflichtung. Es ist so eigenartig, eigentlich bei der Arbeit unterwegs zu sein und trotzdem keine Verpflichtung zu haben. Sonst ist es immer ein wenig anders, da der Beruf das Hören ist, gibt es keinen Feierabend, der Hörsinn bleibt geschärft und es ist die ständige Aufmerksamkeit für Geräusche, die vielleicht passen könnten. Aber hier: Das Projekt spielt 1953 in Teheran und Casablanca bietet zwar eine passende optische Kulisse, aber keine akustische. Selbst Wortfetzen sind unmöglich, man spricht hier halt kein persisch. Auch der Muezzin nachts um 4, das ist vielleicht etwas für diesen Blog als Audiofile, aber nicht für den Film. Eines steht fest: Es wird eine eigenartige Zeit die nächsten 2 Monate sein.
GTaag hat noch niemals gerne Fußball gespielt. Er schreitet lieber forsch aus und vergisst manchmal, dass das Wasser manchmal weit vorjagt und im Gegenlicht zwar wie ein See so harmlos zum liegen kommt, aber immer noch die Kraft der Wellen beherbergt, wie soll es auch bei der 30 Meter entfernter tosender Brandung anders sein. Nasse Hosenbeine sind so was von egal. Es ist wunderbar, barfuss im kühlen Wasser zu laufen, den Gedanken nachzuhängen und frei zu haben und keine Verpflichtung. Es ist so eigenartig, eigentlich bei der Arbeit unterwegs zu sein und trotzdem keine Verpflichtung zu haben. Sonst ist es immer ein wenig anders, da der Beruf das Hören ist, gibt es keinen Feierabend, der Hörsinn bleibt geschärft und es ist die ständige Aufmerksamkeit für Geräusche, die vielleicht passen könnten. Aber hier: Das Projekt spielt 1953 in Teheran und Casablanca bietet zwar eine passende optische Kulisse, aber keine akustische. Selbst Wortfetzen sind unmöglich, man spricht hier halt kein persisch. Auch der Muezzin nachts um 4, das ist vielleicht etwas für diesen Blog als Audiofile, aber nicht für den Film. Eines steht fest: Es wird eine eigenartige Zeit die nächsten 2 Monate sein.