„Wir wollen kaufen, lasst uns rein.“
Die Berliner Kongresshalle, jetzt Haus der Kulturen der Welt, hieß immer schon die „Schwangere Auster“. Der Friedrichstadtpalast „Aserbaidschanischer Bahnhof“ und der Fernsehturm „Telespargel“. Die Gedächtniskirche „Hohler Zahn“, die Siegessäule „Goldelse“, der Grenzübergang Friedrichstraße „Tränenpalast“ und der Palast der Republik, fast abgerissen, „Erichs Lampenladen“.
Für das neue Einkaufszentrum am Alexanderplatz, das Alexa, wird der Berliner auch schnell einen Namen finden, „ Rosaroter Bunker“ ist im Gespräch oder „Pharaonengrab“.
Ich dachte eigentlich, dass mit Nichtbeachtung gestraft werden würde, immer wenn ich bisher vorbeikam, hatte ich so ein bestimmtes Streben, schnell wegzukommen und gar nicht länger als nötig meinen Blick darauf zu richten, so ist es, wenn man beleidigt wird und nicht recht weiß, womit man diese Beleidigung verdient hat.
Nun ist am Mittwoch dieser Hochbunker eröffnet worden und es ereignet sich etwas eigenartiges: Bis heute, 4 Tage später, muss die Polizei den Verkehr sichern und wenn die Fußgänger die Alexanderstraße bei Grünphase überqueren, bildet sich in der Mitte regelmäßig ein Knäuel hinstrebender und wegstrebender Passanten. Es scheint dort etwas umsonst zu geben, im Mediamarkt, ich bin doch nicht blöd, sagt man. Und geht hin. In die Zwingburg. „Wir wollen kaufen, lasst uns rein.“
Wir sind das Volk. Ich bin Volker.