Chaiten
In Chile regnet es immer mehr als in Argentinien, aber diesmal war es eine Meldung wert: 50mm an einem Tag.
Chaiten ist haargenau so eine reißbrettartig aufgezogene Stadt, wie es sie überall in Südamerika gibt. Zwar haben die Straßen Namen, jede Stadt und jedes Dorf hat seine 9 de Julio, seine 25 de Mayo und seine Sarmiento, aber wenn man nach dem Weg fragt, wird immer nur gesagt, 2 Blöcke oder dreieinhalb weiter, dann links und noch einmal einen Block. Hat man 2 Blöcke genommen, ja, wie ging es nun weiter, niemand auf der Straße, den man fragen könnte, es wird nicht gerne gelaufen, endlich jemanden gefunden, ja, 2 Blöcke weiter, dann nach rechts und nach einem Block wieder nach links. Vielen Dank für die Auskunft.
Chaiten hat seine Tankstelle direkt am Meer, 2 Zapfsäulen und ein tankstellengerechtes Überdach, aber etwas abseits und schräg nach hinten gelagert 2 handelsübliche Stahlcontainer für die Kasse und für Getriebeöl und für Sneaks. Das Meer dahinter mit einer Ebbe, die im kleinen Fischereihafen die Schiffe auf der Seite liegen ließ. Die Küste sah aus wie ein kranker See, der kraftlos geworden ist und dahinsiechend sich zurückgezogen hat. Nichts wird mehr so wie vorher sein, könnte man denken, wenn man es nicht besser wüsste.
Chaiten ist keine Ausnahme, nur wenige Küstenstädte, die nicht vor dem Strand eine Straße haben und dahinter erst die Häuser. Ein- bis zweistöckige Häuser aus Holz. Ein Hotel, in dem das Zimmermädchen Wache hält, sie saß vor dem Fernseher im Frühstücksraum und sang ein Lied mit. Eine Rezeption gab es nicht, die Zimmer wie Katen und im Bad eine Badewanne, in der man nur sitzen kann. Zu zweit ist sie auch zu schaffen, es ist aber wirklich sehr eng, schmälert aber den Wasserverbrauch. Bei der Ankunft wurde uns extra das Gas angestellt.
Dann ging der Regen los. Die Wolken kamen über die Berge und der Wind war böig, wobei es immer nur eine Böe war, einmal in 3 Minuten, heftig und vorbeigehend.
In der Nacht peitschte der Regen in kleiner werdenden Abständen gegen die Wetterwand des Hauses, dort waren auch keine Fenster eingebaut. Wenn es mal von Meerseite auf die dortigen Fenster ging, war ein Luftzug zu spüren. Es war wie auf hoher See, das Hotel ein Schiff, nur das es nicht schaukelte. Dann gingen die Geräusche von Tropfen los, der alte Kasten schien wohl nicht dicht zu sein, aber es tropfte nirgends. Bis zum Morgen peitschte der Regen gegen das Haus und die Betten blieben trocken.
Als wir das Haus morgens halb 7 das Haus verließen, tauchte Chiko wieder auf, dieselbe Rasse wie Ben del Pampa (Beitrag folgt), nur kleiner ohne eingeknicktem Ohr und unterwürfiger. Er hatte uns gestern begleitet, er humpelte etwas, wer weiß, seine Pfoten zeigten keine Wunden. Von den Kletten kam das Humpeln nicht, er humpelte weiter, wenn wir ihn davon befreiten.
T. hatte ihm am Abend ein Brötchen gegeben und etwas Wurst. So hatte er die ganze Nacht bei diesem Wetter auf uns gewartet. Er war naß wie ein Pudel und hatte wohl geschlafen und war schnell hinter uns her und am Bus gab T. ihm noch ein Brötchen, aber es ging nicht mal mehr ums Fressen, er ließ es liegen, als T. wegging. Ein treuer Hundeblick folgte uns, als wir schon im Bus saßen.
In Patagonien verschenken die Hunde schnell ihr Herz..
Chaiten ist haargenau so eine reißbrettartig aufgezogene Stadt, wie es sie überall in Südamerika gibt. Zwar haben die Straßen Namen, jede Stadt und jedes Dorf hat seine 9 de Julio, seine 25 de Mayo und seine Sarmiento, aber wenn man nach dem Weg fragt, wird immer nur gesagt, 2 Blöcke oder dreieinhalb weiter, dann links und noch einmal einen Block. Hat man 2 Blöcke genommen, ja, wie ging es nun weiter, niemand auf der Straße, den man fragen könnte, es wird nicht gerne gelaufen, endlich jemanden gefunden, ja, 2 Blöcke weiter, dann nach rechts und nach einem Block wieder nach links. Vielen Dank für die Auskunft.
Chaiten hat seine Tankstelle direkt am Meer, 2 Zapfsäulen und ein tankstellengerechtes Überdach, aber etwas abseits und schräg nach hinten gelagert 2 handelsübliche Stahlcontainer für die Kasse und für Getriebeöl und für Sneaks. Das Meer dahinter mit einer Ebbe, die im kleinen Fischereihafen die Schiffe auf der Seite liegen ließ. Die Küste sah aus wie ein kranker See, der kraftlos geworden ist und dahinsiechend sich zurückgezogen hat. Nichts wird mehr so wie vorher sein, könnte man denken, wenn man es nicht besser wüsste.
Chaiten ist keine Ausnahme, nur wenige Küstenstädte, die nicht vor dem Strand eine Straße haben und dahinter erst die Häuser. Ein- bis zweistöckige Häuser aus Holz. Ein Hotel, in dem das Zimmermädchen Wache hält, sie saß vor dem Fernseher im Frühstücksraum und sang ein Lied mit. Eine Rezeption gab es nicht, die Zimmer wie Katen und im Bad eine Badewanne, in der man nur sitzen kann. Zu zweit ist sie auch zu schaffen, es ist aber wirklich sehr eng, schmälert aber den Wasserverbrauch. Bei der Ankunft wurde uns extra das Gas angestellt.
Dann ging der Regen los. Die Wolken kamen über die Berge und der Wind war böig, wobei es immer nur eine Böe war, einmal in 3 Minuten, heftig und vorbeigehend.
In der Nacht peitschte der Regen in kleiner werdenden Abständen gegen die Wetterwand des Hauses, dort waren auch keine Fenster eingebaut. Wenn es mal von Meerseite auf die dortigen Fenster ging, war ein Luftzug zu spüren. Es war wie auf hoher See, das Hotel ein Schiff, nur das es nicht schaukelte. Dann gingen die Geräusche von Tropfen los, der alte Kasten schien wohl nicht dicht zu sein, aber es tropfte nirgends. Bis zum Morgen peitschte der Regen gegen das Haus und die Betten blieben trocken.
Als wir das Haus morgens halb 7 das Haus verließen, tauchte Chiko wieder auf, dieselbe Rasse wie Ben del Pampa (Beitrag folgt), nur kleiner ohne eingeknicktem Ohr und unterwürfiger. Er hatte uns gestern begleitet, er humpelte etwas, wer weiß, seine Pfoten zeigten keine Wunden. Von den Kletten kam das Humpeln nicht, er humpelte weiter, wenn wir ihn davon befreiten.
T. hatte ihm am Abend ein Brötchen gegeben und etwas Wurst. So hatte er die ganze Nacht bei diesem Wetter auf uns gewartet. Er war naß wie ein Pudel und hatte wohl geschlafen und war schnell hinter uns her und am Bus gab T. ihm noch ein Brötchen, aber es ging nicht mal mehr ums Fressen, er ließ es liegen, als T. wegging. Ein treuer Hundeblick folgte uns, als wir schon im Bus saßen.
In Patagonien verschenken die Hunde schnell ihr Herz..