Hecke u.a.
Da in T. mehrere Tage während meiner Lourdes-Wien-Reise ein junges Paar zu Gast war, mit einem ununterbrochenen schreiendem Kleinkind, hielt auf der Straße M. an und beglückwünschte mich zum Nachwuchs. Ein Junge oder ein Mädchen.
Der Amtsdirektor hatte wieder einen Brief geschrieben, die Fliederhecke sah ihm zu dicht und zu wild aus, ich war aufgefordert sie zu stutzen. Schade dass in diesem Teil Deutschlands, der armen Uckermark, nun auch die Amtsmitarbeiter nicht mehr nur mit sich selber beschäftigt sind, in der neuen Zeit sich zurechtzufinden, sondern sich auch Aufgaben suchen, wo sie ihre Daseinsberechtigung behaupten können, eine Fliederhecke, die die Straße einengt, das gehört dazu, da kann man sich kümmern und auch drohen, mit einer Beseitigungsmaßnahme, komplett, das wird teuer. Einem Bürger kann man sowieso nur mit Kosten drohen. Logisch. Dann wird er sich schon bewegen.
Nun gut, meine Fliederhecke, sie nimmt schon immer den Bürgersteig ein. Die Hecke ist der Bürgersteig, es gab noch nie einen Bürgersteig und die wenigen Bürger T.s, es stimmt schon, im Mittelalter durften die Entrechteten nicht den Bürgersteig benützen, will ich denn die wenigen verbliebenen Aufrechten und Ehrlichen zwingen, über Kopfsteinpflaster zu laufen? Nein, das will ich nicht.
Ich war dabei, diese verdammte Hecke zu stutzen und erschreckte dabei M, die mit ihrem Diamant-Herrenfahrrad vorbei kam, sie hatte trotz der Wärme einen Fliespullover an und ihr Gesicht war vielleicht deshalb gerötet oder wegen des Alkohols. Nein, Nachwuchs, nein. Ach, sie habe sich schon gewundert, wie ich das dann machen würde, mit meinen ständigen Auslandsaufenthalten.
Dann klingelte das Telefon. Telefone, die jedem Gespräch ein Ende setzen, es ist eine Ungehörigkeit. In dem Fall, es war so eine gewisse Geniertheit, also doch keine Kinder, wo ihr doch an einem Freitag den dreizehnten geheiratet habt, was hat das eigentlich mit Kindern zu tun, da klingelte das Telefon. Ich konnte gehen. Ja, London, ein Polospiel und die Queen als Gast, 3 REDs, ja, da muss viel telefoniert werden, ich konnte M. und die Hecke stehen lassen. Zu einem Drittel ist sie nun gestutzt und M. hat die Aufgabe, zu verkünden, nein, kein Nachwuchs. Sie sagte wortwörtlich: Wie soll ich das denn nun erklären, da glaubt mir doch keiner und alle werden sagen, wieder wohl mal ein Bier zu viel. (Aber Auslandsaufenthalte und Kinder, das schließt sich ja nun wahrhaftig aus.)
Ich habs mit der Heck dann erst einmal aufgegeben, es sieht einfach unmöglich aus. Eindrittel ist gestutzt, so als hätte eine Kettensage einen Pudel düpiert. Lieber Amtsdirektor. Wir hören einander.
Der Amtsdirektor hatte wieder einen Brief geschrieben, die Fliederhecke sah ihm zu dicht und zu wild aus, ich war aufgefordert sie zu stutzen. Schade dass in diesem Teil Deutschlands, der armen Uckermark, nun auch die Amtsmitarbeiter nicht mehr nur mit sich selber beschäftigt sind, in der neuen Zeit sich zurechtzufinden, sondern sich auch Aufgaben suchen, wo sie ihre Daseinsberechtigung behaupten können, eine Fliederhecke, die die Straße einengt, das gehört dazu, da kann man sich kümmern und auch drohen, mit einer Beseitigungsmaßnahme, komplett, das wird teuer. Einem Bürger kann man sowieso nur mit Kosten drohen. Logisch. Dann wird er sich schon bewegen.
Nun gut, meine Fliederhecke, sie nimmt schon immer den Bürgersteig ein. Die Hecke ist der Bürgersteig, es gab noch nie einen Bürgersteig und die wenigen Bürger T.s, es stimmt schon, im Mittelalter durften die Entrechteten nicht den Bürgersteig benützen, will ich denn die wenigen verbliebenen Aufrechten und Ehrlichen zwingen, über Kopfsteinpflaster zu laufen? Nein, das will ich nicht.
Ich war dabei, diese verdammte Hecke zu stutzen und erschreckte dabei M, die mit ihrem Diamant-Herrenfahrrad vorbei kam, sie hatte trotz der Wärme einen Fliespullover an und ihr Gesicht war vielleicht deshalb gerötet oder wegen des Alkohols. Nein, Nachwuchs, nein. Ach, sie habe sich schon gewundert, wie ich das dann machen würde, mit meinen ständigen Auslandsaufenthalten.
Dann klingelte das Telefon. Telefone, die jedem Gespräch ein Ende setzen, es ist eine Ungehörigkeit. In dem Fall, es war so eine gewisse Geniertheit, also doch keine Kinder, wo ihr doch an einem Freitag den dreizehnten geheiratet habt, was hat das eigentlich mit Kindern zu tun, da klingelte das Telefon. Ich konnte gehen. Ja, London, ein Polospiel und die Queen als Gast, 3 REDs, ja, da muss viel telefoniert werden, ich konnte M. und die Hecke stehen lassen. Zu einem Drittel ist sie nun gestutzt und M. hat die Aufgabe, zu verkünden, nein, kein Nachwuchs. Sie sagte wortwörtlich: Wie soll ich das denn nun erklären, da glaubt mir doch keiner und alle werden sagen, wieder wohl mal ein Bier zu viel. (Aber Auslandsaufenthalte und Kinder, das schließt sich ja nun wahrhaftig aus.)
Ich habs mit der Heck dann erst einmal aufgegeben, es sieht einfach unmöglich aus. Eindrittel ist gestutzt, so als hätte eine Kettensage einen Pudel düpiert. Lieber Amtsdirektor. Wir hören einander.