|GTaag|

30. Juli 2008

Gibraltar

Abgelegt unter: unterwegs — gtaag @ 01:19
Nein, in Gibraltar ist nicht auf einmal Linksverkehr. So weit geht es dann nun nicht. Aber ich muss sagen, dass in Gibraltar kein Linksverkehr vorgeschrieben ist, ist eigentlich ein delikates Versagen der Downing Street. Da reist man ein und die Bobbys stehen auf einmal auf der Kreuzung, mit korrekter Haltung, kein bisschen leger, sie führen dich über den Roundabout, den du auch so genommen hättest, da stehen sie und sind bei der Sache und die Ernsthaftigkeit hat auf einmal ihren Fehler, weil man nicht links fahren darf. Im Linksverkehr wäre man ihnen dankbar, aber so.

Gibraltar macht in seiner Eigenartigkeit nicht viel Aufhebens. Man darf hineinreisen, sieht die Bobbys, sucht einen Parkplatz, trinkt ein Bier, in Euro bezahlt und in gibraltinischen Pfundmünzen den Rest ausbezahlt.
Irgend etwas muss an Gibraltar sein. Es gibt mehr als nur einen Laden, in dem die Regale mit Whisky voll gestellt sind und kubanische Zigarren bündelweise zum Verkauf angeboten werden. Ich glaube ja nicht, dass man heute überhaupt noch an solchen Orten zu seinem Vorteil einkaufen kann, die 50 kubanischen Zigarren habe ich nur gekauft, weil ich sie sonst nie gekauft hätte. Gibraltar hat etwas übrig für Genussmenschen.

Wenn man vorwärts strebt und sich nicht mit parkplatzsuchenden Autos unterhalten will, läuft man unweigerlich durch einen Autotunnel, der wenig befahren zur Spitze der Insel führt. Der Tunnel ist wahrhaftig in den Felsen gehauen, nicht etwa eine ausbetonierte Röhre, nein, der Fels ist zu sehen an den Wänden und Decken, das ist sehr ursprünglich, irgendwie gefahrvoll. Plötzlich dann draußen öffnet sich ein Areal mit einem Leuchtturm und ein Wasser mit ankernden Hochseeschiffen. Und eine Moschee steht, nicht besonders klein, aber doch sehr klein in den Dimensionen, da.

Der Wind haut über die Spitze.

Leider war kein Muezzin zu hören. Ich wäre zu Boden gefallen, glaub ich, weil da was über mich hinweggefegt wäre. Aber so war nur Wind.

16. Juli 2008

Spanien 2

Abgelegt unter: Spanien, TON-Splitter — gtaag @ 01:46
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In einem Sketch der 70iger, Diether Krebs schon füllig in enger Badehose, ist mit Mutti und Kind unterwegs zum Strand, nachdem ja im Prospekt Strandnähe beschrieben war und Blick zum Meer… Sie müssen über 2 Straßen, kaum möglich, durch Baustellen und vorbei an hohen Mauern. Ob sie jemals am Meer ankommen sind?

Das Hotel in Estepone wäre ein Prototypdrehort für solch einen Sketch. 25-Meter-Pool, jedes Zimmer ein Balkon, Palmen, Grün, Bar, Restaurant, gläserner Fahrstuhl. Spa. 500 Meter bis zum Stand.
Dass das Areal von einer Hauptverkehrsstraße umschlossen ist und die danebenliegende Autobahn per Brücke zu überqueren ist, nachdem man die Leitplanken zweier Kreisverkehre überwunden und dann eine Böschung hinuntergekrackselt, heil unten angekommen, einen Pfad an einer Mauer laufen muss und nachdem man noch eine Weile parallel zum Strand … schließlich hat man keine Infrarotfernbedienung für die sich langsam wegschiebenden Gittertore, in denen die blankgeputzten Autos verschwinden, man muss sich einen schamig versteckten Durchgang suchen, um endlich am Strand zu sein. 500 Meter, 30 Minuten später.

Nachts zirpen die Grillen. Der Autoverkehr hat etwas nachgelassen. Eigentlich sollte man ja auch sich nicht stören lassen, Balkontür zu und die Klimaanlage an.

Oder doch Balkontür auflassen?, und die ganze Zeit das hören, was Sie, wenn Sie Pech hatten, bis soeben gehört haben?

15. Juli 2008

TonSplitter 1 Spanien

Abgelegt unter: TON-Splitter — gtaag @ 00:58
Stichworte: Flugzeug, Durchsage

Spanien 1

Abgelegt unter: Spanien — gtaag @ 00:36
In Südspanien auf der A-7 Richtung Gibraltar fahren viele Autos mit Dachgepäckträgern und Anhänger, die Dachgepäckträger sind mit Kartons zu einem Quader vollgestellt, mit Plastik bedeckt und zusammengeschnürt. Die Anhänger ebenfalls, plastikverschnürt. Die Autos sind nicht die schlechtesten, meistens großer Hubraum, das ist nicht so schlimm, es geht Richtung Afrika, Marokko, da braucht man Kraft und hat Zeit.
Gibraltar liegt als Felsen, der wie eine Kreidehalde aussieht, vor der Küste Spaniens, und wenn die Sicht gut ist, neben der Meerenge, gegenüber, genauso eine Halde, aber nicht weiß, das ist Marokko. Afrika ist sehr nah und die Gastarbeiter in Europa, sie sind die eigentliche Wirtschaftshilfe.
Die Küste zwischen Malaga und Gibraltar ist verbaut mit festungsähnlichen Siedlungen, rotirden gehalten, viele kleine Dächer und Vorsprünge und Zinnen. Die sieht man vor allen Dingen links und rechts der Bezahlautobahn, die etwas weiter im Land, aber noch in Sichtkontakt zum Meer, entlangläuft. Die andere, freie Straße, unattraktiv gemacht durch Kreisverkehre an allen möglichen und unmöglichen Stellen, führt vorbei an Ressorts und Fischerhäusern und Villen. Die Sonne brennt, der Wind ist sehr lau und ohne Schärfe. Das Meer hat kleine Wellen und es kommt kein richtiges Tosen. Die Palmen recken sich steil und mit der Hauptwindrichtung. Das Leben hier, zwischen Klimaanlage und Auto. Irgendwie.

6. Juli 2008

Fensterblick, 200mm

Abgelegt unter: Uckermark — gtaag @ 20:23
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1. Juli 2008

Palast der Republik

Abgelegt unter: Bln. — gtaag @ 13:02
Fast fott.

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