Carnet
Um Technik in die Ukraine zu schaffen, um damit zu arbeiten, und sie dann wieder zurückzubringen, zollfrei, ohne eben bezahlen zu müssen, dafür bedarf es eines Carnets. Ein Carnet ist eine komplizierte Angelegenheit, man muss genau sein, aber eigentlich auch schwindeln: Für jedes mitgeführte Teil muss es eine Nummer geben und ein Foto und eine Beschreibung, aber für den Wert gibt man nur 10% oder weniger an, was lächerlich ist. Eine Mikroportanlage kommt so eben nur auf 300Euro. Und ein Kabel auf 50ct. Wehe wenn dann eine Nummer nicht stimmt, die Nummern 509 bis 515 sind 8 Stück Kabel, falsch. Mit so einem Fehler gefährdet man ein ganzes Carnet, nicht etwa weil die Anzahl der Kabel kontrolliert wird, sondern die Liste nicht stimmt. 7, richtig. Setzen.
9 Stunden habe ich meine Technik gepackt, wieder ausgepackt, einzeln gewogen, einzeln fotografiert und aufgeschrieben, benannt, bewertet. So ziemlich zum Ende hin kam eine kleine Tasche. Das ist meine Wundertasche. Ich weiß eigentlich selber nicht so recht, was drin ist, es ist die Adaptertasche. Wenn ich einen Adapter suche, dann finde ich ihn auch darin. Ich habe dann geschrieben: Eine Tasche mit Adaptern. „Eine Position“. Was habe ich nur für einen Fehler gemacht. Ich hätte jeden einzelnen Adapter fotografieren und benennen und beziffern müssen.
Die Übersetzerin, ins Russische, rief mich an, Tasche mit Adapter, was heiße denn das. Was solle das schon heißen, antwortete ich, angefressen. Da sind 350 Adapter drin, oder 60, das ist pauschal, so etwas müsse doch wohl nicht aufgeschlüsselt werden.
Eigentlich nicht, eigentlich doch. Sie schrieb einfach hin: Adaptertasche mit 60 Adaptern. Aber vergab keine 60 neue Nummern. Und das war der Fehler. Der Fehler wurde prompt bemerkt, das Carnet nicht eröffnet.
Das wird dann wohl allgemein als „Problem“ benannt. Meine Antwort war nur, vor den Augen des Zolls die Tasche öffnen und den Inhalt vor ihm auf den Boden fallen lassen, leere Tasche mit Nummer wieder einpacken und weiterfahren. So einfach geht das dann wohl auch nicht…
9 Stunden habe ich meine Technik gepackt, wieder ausgepackt, einzeln gewogen, einzeln fotografiert und aufgeschrieben, benannt, bewertet. So ziemlich zum Ende hin kam eine kleine Tasche. Das ist meine Wundertasche. Ich weiß eigentlich selber nicht so recht, was drin ist, es ist die Adaptertasche. Wenn ich einen Adapter suche, dann finde ich ihn auch darin. Ich habe dann geschrieben: Eine Tasche mit Adaptern. „Eine Position“. Was habe ich nur für einen Fehler gemacht. Ich hätte jeden einzelnen Adapter fotografieren und benennen und beziffern müssen.
Die Übersetzerin, ins Russische, rief mich an, Tasche mit Adapter, was heiße denn das. Was solle das schon heißen, antwortete ich, angefressen. Da sind 350 Adapter drin, oder 60, das ist pauschal, so etwas müsse doch wohl nicht aufgeschlüsselt werden.
Eigentlich nicht, eigentlich doch. Sie schrieb einfach hin: Adaptertasche mit 60 Adaptern. Aber vergab keine 60 neue Nummern. Und das war der Fehler. Der Fehler wurde prompt bemerkt, das Carnet nicht eröffnet.
Das wird dann wohl allgemein als „Problem“ benannt. Meine Antwort war nur, vor den Augen des Zolls die Tasche öffnen und den Inhalt vor ihm auf den Boden fallen lassen, leere Tasche mit Nummer wieder einpacken und weiterfahren. So einfach geht das dann wohl auch nicht…