|GTaag|

26. Januar 2009

Assuan

Abgelegt unter: Allgemein — gtaag @ 21:55
Gegen etwas Bakschisch habe ich mir vom 300m entfernten Hotel den WEP-Schlüssel geben lassen und so gibt es aufm Kahn aufm Nil Internet. Der Nil hat klares Wasser, die Benzinlaken vertun sich irgendwie. Auch schwimmt nicht all zu viel Plastik herum, aber baden würde ich trotzdem nicht drin. Assuan hat einen besonderen Reiz durch ein gewisses Delta, das der Nil bildet, mit vielen Inseln und mit einer rasch ansteigenden Wüstenlandschaft. Vielleicht 300 oder 400 Meter ist es grün an den Ufern entlang, dann kommt steinige und sandige Wüste. Die Tempel sind alt und Reisebustourismus geht neben Ausgrabungen einher.
Ägypter haben eine bestimmte Art, sich dem Reisenden verhasst zu machen. Sie drängen einem ihre nichtswürdigen Dienste auf und hat man den einen endlich los, kommt der nächste schon an. Es ist ein Überlebenssport: Hat der eine es nicht geschafft, war der vielleicht nicht schlau genug.
Wenn man dann die Nase voll hat und deutlich wird, sagen sie „smile“ und setzen dich damit ins Unrecht. Ägypter auf der Straße sind anstrengend. In Assuan ist die Steigerung, dass sie sich nicht nur auf ihre Stimme beschränken, sie stellen sich auch in den Weg.

13. Januar 2009

Sony Reader PRS505

Abgelegt unter: Allgemein — gtaag @ 23:16
UPDATE /3.4.09: Einige Links in diesem Beitrag sind bereits deaktiviert. Mit dem Erscheinen des Gerätes auf dem europäischen Markt kommt natürlich auch der geballte Wille, damit Geld zu verdienen. Vielviel Geld.

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2. Januar 2009

Neujahr

Abgelegt unter: Allgemein, Bln. — gtaag @ 22:10
Am 1.1.09 sagte Inforadio, die Silvesternacht in Berlin sei weitestgehend ruhig gewesen. Eine Millionen Menschen seien auf der Meile zum Brandenburger Tor gewesen und nur 2 Leuten sind jeweils einen Finger verlustig gegangen, beim Hantieren mit Feuerwerkskörpern. Und nur in Bernau ist ein Einfamilienhaus abgebrannt.
Ich war im Wedding und von 0 Uhr bis halb 2 war dort Bürgerkrieg. Die Böller rumsen jetzt so, wie ich in Nablus das letzte Mal die Kanonenschläge der Israelis gegen 2 Häuser gehört habe, beim Abarbeiten der Todesliste gesuchter Palästinenser. Und Stalinorgeln gibt es auch wieder. Wir waren auf dem Parkdeck eines Einkaufscenters in Höhe Seestraße, normalerweise kann man von dort über die Stadt schauen, aber schon nach kurzer Zeit war die Sicht unter 300m, vom Dunst, vom Qualm. Wir flüchteten uns in eine Nische, mit dem kalten Sekt, der irgendwie zu kalt war. Kein Blick auf das Feuerwerk am Brandenburger Tor.
Der Rückweg in die Malplaquetstraße dicht an den Häuserwänden entlang, die Böller flogen am liebsten aus den obersten Stockwerken. Prosit Neujahr.