|GTaag|

26. September 2009

Hochschwanger.

Abgelegt unter: m — gtaag @ 00:36

T. ist eine schöne Schwangere, ganz schlank und sportlich, bis “zum letzten Tag”. Allerdings ist sie vor einer Woche mit dem Rad gefallen und hat sich per Lenker die Rippe geprellt, seitdem hat sie Fahrradverbot und ich darf sie nicht zum Lachen bringen, was schwer ist. Die kleine m. hat auch Verbot, in die Rippen zu treten, hält sich nicht dran, ich auch nicht mit dem zum Lachen bringen.
In T. (Uckermark), das war eine schöne Zeit, T. hat auf einer Liege draußen den Tag zugebracht, die m. brütend, und ich habe die Apfelflut eingedämmt. 1 Tag Äpfel auskernen und schneiden = 8 Liter Saft. Dafür aber 100%iger.
Wir wissen es ja beide nicht, ist es normal, so schlapp zu sein und kaum noch essen zu können, weil Sodbrennen alles verhindert?

Heute Vormittag sind wir zur Frauenärztin gefahren, die kleine m. ist 3000 Gramm schwer und freut sich des Lebens. Nur T., sie hat Gewicht verloren und ihr ist permanent schlecht. So war es dann nicht geplant, wir fanden uns in der Havelhöhe wieder, wo sie entbinden wird, und sie hat schon heute dort ein Bett. Die Anthroposophen. Die Betten haben ein Holzgestell und eine Lavasteinlampe steht auf dem Nachttisch. Ansonsten gibt es auch weißes Licht und alle sind sehr nett.
Ich fuhr nach Hause über tiefstes Westberlin, die Heerstraße zieht sich und es war die Berliner Rotewelle. Die Wohnung war leer und mir war komisch zumute, ich packte eine Tasche für T., aß eine Tomatenstulle mit Tomaten von der Terrasse und fuhr zurück per Roter Welle zur Havelhöhe. T. hatte man an einen Tropf angeschlossen, ihr Körper braucht Flüssigkeit, durchs Sodbrennen hatte sie praktisch nicht mehr essen gemocht und trinken ging kaum noch. „Dickes Blut“ wurde diagnostiziert. Da lag sie nun, meine T., munter, aber die Rippenprellung nun jetzt in voller Leistung und die m., sie bockelte und ließ die Bauchdecke ein Eigenleben veranstalten. Bis hoch zu den Rippen.
Es ist schwer. Ich darf die T. nicht zum Lachen bringen, wie soll es denn dann erst bei der Geburt sein, wenn T. erst richtig Schmerzen hat, jetzt atmet sie immer hörbar aus, pfffffff, das ist so lustig, manchmal ist es auch ein pff pff pfff. Noch lustiger.

22. September 2009

m. Kurz davor

Abgelegt unter: m — gtaag @ 01:21
Die kleine m. bekommt den letzten Schliff und das fordert die Mutter: Ganz entschleunigt ist die große T., liegt in T. viel im Garten auf der Liege und kann schon seit Wochen nicht mehr über die Bauchmuskeln aufstehen, das ist dann ein Zuseiterollen und ein Zuhilfenahme der Arme, aus der Hocke, wie bei sehr gewichtigen Leuten.
Die m. wird und gedeiht.
Der Haushalt hat sich schon etwas verändert und mein seelischer Zustand lässt sich wohl am einfachsten damit beschreiben, dass ich mich an einen Bericht erinnere, in dem gesagt wird, nachdem ein Unglück geschehen ist: „Sie hatten alles vorbereitet, die Wiege stand bereit, der Wickeltisch, die erste Ausstattung.“
Nicht auszudenken.
Obwohl ich eher denke, vieles wird sich finden und mit der Situation entsteht die Handlung, so sehr falsch kann sie ja nicht sein, … Wie alles werden wird? Noch ist die kleine m. abstrakt, in den nächsten Tagen wird sie materiell.