23. August 2009
2 Filme im Wettbewerb, “Lourdes” und “Woman Without Men”. Beim letzteren der Anruf einer Produktionshelferin, Hilfe, wo sind die Origninaltöne?
Nach 2 Jahren kann das schon mal passieren, dass die Töne alle weg sind. Oder jedenfalls verlegt. Selbstverständlich nur verlegt. Dabei wird allerwärts vom Backupwahn geredet. …
16. Juni 2009
20. April 2009
“Yippie, ein Mädchen!”
“Was hättest du gesagt, wenn es ein Junge werden würde?”
“Yippie, ein Junge!”
30. März 2009
Es ist natürlich Unfug, zu sagen, nur die Frau mache eine Schwangerschaft durch. Nicht nur dass ich dicker werde, mein Bauch ist zu vergleichen von dem der T. jetzt im vierten Monat, ich habe mir allerdings vorgenommen, hinter ihr zurückzubleiben, soviel Fairness habe ich. Nein ich bin auch besorgter um T., sie darf auf einmal nicht mehr alles machen und als sie schwer trug, wurde ich laut, und an einem Tag, als es ihr auf einmal nicht schlecht war und die Kopfschmerzen weg, verbot ich ihr, so quirlig herumzulaufen, niemals zuvor habe ich ihr verboten, quirlig herumzulaufen, ich mag es im Gegenteil, wenn sie quirlig herumläuft, aber jetzt ist es eben etwas anderes, das paßt nicht zu einer Schwangerschaft, quirlig sein, so sind meine Vorstellungen und was habe ich schon für eine Ahnung, quirlig sein, nein.
4. März 2009
17 Bananenkisten mit Büchern sind
weg untergebracht.
Nicht erst seitdem der
Reader bei mir Einzug gehalten hat, habe ich meine Bücher aussortiert und niemand wollte sie haben, kein Antiquariat, niemand. Einer hat mich sogar ausgelacht. “ddr-bücher? Gucken sie mal da!” Eine Wand, vollgestopft mit Büchern, logisch, ein Antiquariat. Ich wiederholte: “Nicht ddr-bücher, sondern Bücher, die in der ddr verlegt wurden.” Er lachte immer noch.
Naja, vielleicht hatte
er der Händler ja auch recht, man darf sich ja wohl trotzdem mal kurz ärgern.
Wäre die Papiertonne im Hof nicht so klein, ich hätte die Kisten schon längst versenkt. Hätte mich hart gemacht, weil ich Bücher wegschmeißen genauso nicht machbar finde wie Bücher verbrennen.
Aber so kam das
Café Tasso vorbei. Oder das
Sinnewerk. Der Lorgan hatte hatte beladen Tiefgang. “10 Adressen werden heute angefahren”, sagte der Mann und bedankte sich, dass ich ihm die Kisten mit hinausschaffte. Dabei muß ich mich bedanken.
22. Februar 2009
10. Februar 2009
Nun werde ich ein alter Papa werden. Das ist eine Neuigkeit, die schon vor Jahren hätte passieren können, und es ist eben nicht passiert. So werde ich eben ein alter Papa. Als es schon mal passiert war – mit S., vor 8 Jahren - war ihre Entscheidung einsam dagegen. Und eigentlich könnte ich durchaus schon Opa sein, mit A. Damals war 1987 und ihre vermeintliche Ausreise kam dazwischen.
Es stellt sich gar nicht so sehr die Frage, was hätte sein können oder was andere vorgelebt haben. Es ist wie es ist und es ist natürlich nicht zu spät. T. ist dauernd schlecht und alles scheint normal zu verlaufen. Meine Liebe zu ihr hat neuen Schwung gefunden. Ich denke natürlich, dass ich im Grunde damit alles nichts zu tun haben will, ich verachte Muttertiere und Vatertiere und dieses heilige Thema sowieso. Aber es erfaßt mich auch. Heute kam der Bericht heraus, dass in Deutschland die Geburtenrate gestiegen ist. Und ich denke: Schade, es wäre doch viel besser, in einen geburtenschwachen Jahrgang hineinzugeraten. Naja. Monsteralarm. Und T. hat heute verkündet, sie wird wieder verwendbare Windeln nehmen. Sic.
26. Januar 2009
Gegen etwas Bakschisch habe ich mir vom 300m entfernten Hotel den WEP-Schlüssel geben lassen und so gibt es aufm Kahn aufm Nil Internet. Der Nil hat klares Wasser, die Benzinlaken vertun sich irgendwie. Auch schwimmt nicht all zu viel Plastik herum, aber baden würde ich trotzdem nicht drin. Assuan hat einen besonderen Reiz durch ein gewisses Delta, das der Nil bildet, mit vielen Inseln und mit einer rasch ansteigenden Wüstenlandschaft. Vielleicht 300 oder 400 Meter ist es grün an den Ufern entlang, dann kommt steinige und sandige Wüste. Die Tempel sind alt und Reisebustourismus geht neben Ausgrabungen einher.
Ägypter haben eine bestimmte Art, sich dem Reisenden verhasst zu machen. Sie drängen einem ihre nichtswürdigen Dienste auf und hat man den einen endlich los, kommt der nächste schon an. Es ist ein Überlebenssport: Hat der eine es nicht geschafft, war der vielleicht nicht schlau genug.
Wenn man dann die Nase voll hat und deutlich wird, sagen sie „smile“ und setzen dich damit ins Unrecht. Ägypter auf der Straße sind anstrengend. In Assuan ist die Steigerung, dass sie sich nicht nur auf ihre Stimme beschränken, sie stellen sich auch in den Weg.
13. Januar 2009
UPDATE /3.4.09: Einige Links in diesem Beitrag sind bereits deaktiviert. Mit dem Erscheinen des Gerätes auf dem europäischen Markt kommt natürlich auch der geballte Wille, damit Geld zu verdienen. Vielviel Geld.
(weiterlesen…)
2. Januar 2009
Am 1.1.09 sagte Inforadio, die Silvesternacht in Berlin sei weitestgehend ruhig gewesen. Eine Millionen Menschen seien auf der Meile zum Brandenburger Tor gewesen und nur 2 Leuten sind jeweils einen Finger verlustig gegangen, beim Hantieren mit Feuerwerkskörpern. Und nur in Bernau ist ein Einfamilienhaus abgebrannt.
Ich war im Wedding und von 0 Uhr bis halb 2 war dort Bürgerkrieg. Die Böller rumsen jetzt so, wie ich in Nablus das letzte Mal die Kanonenschläge der Israelis gegen 2 Häuser gehört habe, beim Abarbeiten der Todesliste gesuchter Palästinenser. Und Stalinorgeln gibt es auch wieder. Wir waren auf dem Parkdeck eines Einkaufscenters in Höhe Seestraße, normalerweise kann man von dort über die Stadt schauen, aber schon nach kurzer Zeit war die Sicht unter 300m, vom Dunst, vom Qualm. Wir flüchteten uns in eine Nische, mit dem kalten Sekt, der irgendwie zu kalt war. Kein Blick auf das Feuerwerk am Brandenburger Tor.
Der Rückweg in die Malplaquetstraße dicht an den Häuserwänden entlang, die Böller flogen am liebsten aus den obersten Stockwerken. Prosit Neujahr.
13. Dezember 2008
Nächste Seite »