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9. Dezember 2007

Uckermark, weiterhin aufgelassen.

Abgelegt unter: Uckermark — gtaag @ 19:41
Und es gab einen Fortschritt.
Es entwickelt sich.
Doch.

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Hedwigshof am 9.12.2007, Ortsausgang Richtung Wallmow.

28. November 2007

unverändert

Abgelegt unter: Uckermark — gtaag @ 00:21
071125TrampeMond1.jpg

19. März 2007

Neues vom Marder

Abgelegt unter: Uckermark — gtaag @ 21:35
Johannes der Marder hat wieder Besitz vom Auto ergriffen: Ich war zu lange nicht hier und da ist der Wagen jetzt wieder ein Fremdkörper geworden, an dem er seine Lüste ausleben kann, munter aufs Dach klettern und die Windschutzscheibe hinunterrutschen. Mich stört das nicht weiter, natürlich, die Scheibe ist lehmverschmiert am Morgen und geheuerlich ist das alles nicht, was da unbeobachtet geschieht. Doch Schaden wird ja nicht angerichtet und so schwindet das Interesse, so wie es noch bestand, als das Auto neu war und gepflegt werden wollte und von Fremden nur mit Erlaubnis berühert. So ist das mit den Gegenständen, sie bekommen mit der Zeit ihren wahren Stellenwert, als Gegenstand, frei von Emotion. Johannes, rutsch nur weiter, Hauptsache du knabberst die Kabel nicht an.

Zwischendurch hat man dem Nachbarn gegenüber ganz gezielt ein Moped aus der Garage geklaut. Als er mal 10 Tage nicht hier war. Mit einem Kuhfuß aufgebrochen das Vorhängeschloß und sogar noch sich die Zeit genommen, den Tank zu füllen mit einem Kanister, der in einem Regal gestanden hat. So ein punktuelles Klauen ist zwar auch ärgerlich, aber es beruhigt auch, jedenfalls den nicht Betroffenen. Zielloser Vandalismus und Brandschatzung ist schlimmer. So wie im Golfkrieg, als die sauberen und chirurgischen Schläge auf den Fernsehbildschirmen präsentiert wurden. Nicht schlimm, ganz lokal. eigentlich genauso wie im Computerspiel. Tut nicht weh.

Das Moped ist nun weg und da es kein Versicherungsschild mehr hatte, sagt die Versicherung, Pech. Jeder verschmähte Gegenstand wäre ersetzt worden, die Stihl, die Bohrmaschine, der Rasentraktor, aber das Moped mit abgelaufenem Kennzeichen nicht. So ist das mit den chirurgischen Eingriffen, die sind gezielt und hinterlassen quadratische Lücken. Im Gedächtnis und im Portemonaie.

27. August 2006

Kirchenglocken

Abgelegt unter: Uckermark — gtaag @ 16:09
Am Sonnabend habe ich auf die Kirchenglocken in T. gewartet, erst da wollte ich zur Beerdigung losgehen. Aber die Glocken läuteten nicht und so war es 5 Minuten vor 1, als ich die Kirche betrat. Ganz still war es und die kleine Kirche war bis auf den vorletzten Platz gefüllt, man schwieg und wartete, und so war es wie ein Auftritt, als ich durch die Seitentür hineintrat, ich fand den letzten Platz, zufällig neben den Nachbarn. Ich hatte den Eindruck, dass man erstaunt war, dass ich gekommen war, scheinbar erwartet man von jemandem, der sich eher abseits hält selbst das Absurdeste, auch nicht zu kommen zu einer Beerdigung. Dabei hat das Abseitshalten ja wohl nichts mit so einem Anlass zu tun.
Inge Grams war vor einer Woche gestorben, 75 Jahre alt, ich hatte sie kennen gelernt, weil sie einmal im Jahr zu mir in den Vorgarten kam und Zweige vom Wacholder abschnitt. Da gab es auch keine Frage, als ich der neue Besitzer geworden war, das würde sie weiterhin machen, einmal im Jahr Wachholderzweige schneiden. Ansonsten hatten wir nicht viel miteinander gesprochen, nur gegrüßt hatten wir uns, sie und ihr Mann Gustav waren die Nachbarn von schräg gegenüber und ich wusste, sie konnten mein Haus gut beobachten von ihrem Stubenfenster aus, man fühlt sich ja automatisch sicherer, wenn jemand beobachten kann, was so bei einem selber vorgeht, auch wenn man nicht da ist.
Die Trauerfeier war steif und ohne Aufregung, der Pfarrer mit seinem leichten sächsischen Tremolo in der Stimme schnurrte einen vorgegebenen Ablauf hinunter, so schien es mir. Mitgesungen hat kaum jemand und an Stellen, wo die Gemeinde eigentlich ein Amen hätte sagen müssen, schwieg es. Später, draußen, das Vaterunser sprach auch kaum jemand mit. Ich auch nicht. Ich kann es einfach nicht. Das erste Mal dachte ich, ich sollte es mal lernen. Das Vaterunser ist eine feine Sache.
Später erfuhr ich, das Läuten der Glocken sei gar nicht erlaubt.
Vor einer Woche haben wir es doch gemacht. Ich finde solche Zeichen in einem Dorf sehr wichtig. Sylvester zur Begrüßung des Neuen Jahres oder wenn jemand stirbt. So habe ich das erste Mal in meinem Leben Kirchenglocken geläutet und das auch noch unter Lebensgefahr. Denn wenn die Glocke hinuntergekommen wäre, man befindet sich unweigerlich beim Läuten darunter. Aber auch denke ich, hier in Deutschland, wenn der Strick noch hängt, so schlimm kann es nicht sein. Ein Verbot wird da schneller ausgesprochen.
Nein, der auf dem Video bin nicht ich. Das ist der Nachbar Michael L.

24. August 2006

Wetter

Abgelegt unter: Uckermark — gtaag @ 22:59
Zuerst braute sich nur so ein ganz normales Gewitter zusammen, mit einem schwülen Nachmittag und zunehmend dicker werdenden Wolken und in den Wolkenlücken mit stechender Sonne, dann wurden die Wolken dunkler und es begann in der Ferne zu donnern.
Na man kennt das ja, man schafft so langsam die Dinge ins Haus, die nicht unbedingt nass werden sollen und schließt die Dachfenster, ist irgendwie ganz ruhig und trotzdem sehr aufmerksam: Da kommt etwas, das ist nicht lustig, man hat die Augen schon offen, ist umsichtig,  für seinen Schutz.
Was dann kam war in der Windstille von Südosten aus zu hören, es rauschte wie ein übergelaufener Gebirgsbach oder als hätte man eine Verstärkeranlage mit offenen Kabeln auf Vollanschlag gedreht: Es war gerade noch Zeit genug, die Schuhe hineinzuholen und die Tür zu schließen, dann brach das Unwetter mit einer Macht los, wie ich es so in diesen uckermärkischen Breiten noch niemals erlebt habe. Es war wie in einem unter hohem Druck stehenden Windkanal auf einmal sich zu befinden, sehr elementar, sehr eindeutig, ich dachte nur, adé Scheune, mein Mikadoständerwerk, adé Stalldach. Zeit wird es ja für euch.
Die begleitenden Wassermassen fluteten das Gelände, ein bisschen Hagel gab es auch, aber nicht schlimm, nur noch so als Dreingabe.
Jetzt hat sich das Aussehen der Scheune etwas verändert, so einiges Ständerwerk im vorderen Teil ist hinuntergekommen. Nur hinten hat sie getrotzt, sie macht nur etwas dickere Backen. Das Dach vom Stall, heute konnte ich ohne Leiter und ohne Angst, erschlagen zu werden mit der Kettensäge arbeiten. Warum für Holz in den Wald gehen, wenn es einem einfach so vor die Füße geworfen wird. Der Sturm hat so was um die eineinhalb Raummeter gebracht. Das Haus ist heil geblieben. Nicht einmal ein Dachziegel hat geklappert.

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23. Juli 2006

Liebling Marder

Abgelegt unter: Uckermark — gtaag @ 20:35
Nach Monaten schwerer Gedanken, die wie eine Tunnelfahrt waren, ich finde Geld beschaffen zunehmend anstrengend, aber was Wunder, in 2 Monaten ein Halbjahreseinkommen einzufahren, das kann eigentlich nicht spurlos vorbeigehen, hellt es sich jetzt langsam wieder auf und ich kann mich den besseren Dingen des Lebens widmen, den beiden T.s natürlich, der Freundin und dem Ort.
Im Ort T. gibt es einen Hausmarder, der findet das neue Auto genauso schick wie ich und klettert jede Nacht über die Motorhaube und Windschutzscheibe aufs Dach und rutscht dann hinten wieder hinunter. Ich habe ihm extra einen Coupé gekauft, damit er hinten einen guten Abgang hat, nicht zu steil, nicht zu heftig. Ich würde den Marder (er heißt Johannes)  auch gerne weiter sich tummeln lassen, aber er ist ein Dreckspatz, jeden Tag diese Tapsen neu auf der Edelkarosse und irgendwie scheint er auch seine Finger- und Fußnägel nicht zu schneiden.
Irgend ein Internetforum hat Wunderbaum empfohlen, Quatsch, ich bin
geruchsempfindlich, ferner könnte ich eine hochfrequente Piepanlage installieren, ebenso Unfug, ich bin Tonmeister, ich höre auch das, selbst wenn ich mir nur einbilde, es zu hören, das kommt nicht in Frage.
Nun ist mir ein ganz profanes Mittel geblieben, das probiere ich heute das erste Mal aus: Vorne habe ich Maschendraht hingelegt, das sollen Marder als Laufuntergrund angeblich nicht mögen. Ich bin gespannt. Vielleicht beißt Johannes mir als Ersatz für Tapsenabdrücke mal die Bremsleitungen durch. Dann bekommt er alle Marderrechte aberkannt in der Dorfstraße 15 in T, dann heißt er auch nicht mehr Johannes sondern Marder, das Drecksschwein. Also mach nichts falsch, Junge. Turne wieder übers Hausdach und heb von mir aus auch die Ziegel an. Aber laß mein Auto in Ruhe.

10. Juni 2006

Späterhin…

Abgelegt unter: Uckermark — gtaag @ 22:38
… kam noch

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schwer zu erkennen:
06TRIgil.jpg
vorbei.

Und wenige Zeit später, folgendes:

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19. April 2006

ddr-Flash

Abgelegt unter: Uckermark — gtaag @ 21:25


Heute in Br./Uckermark war ich auf einmal in ein Bild zurückversetzt.

Es muss in den 70iger Jahren in der ddr gewesen sein, da hatte man die Kaufhalle in dem Dorf bei Berlin, in dem ich aufgewachsen war, auf einmal verkleinert: Einfach die Hälfte abgetrennt, und wenn man den Laden vorher gekannt hatte, kam er einem irgendwie amputiert vor. Irgendwie nicht ganz wirklich. Da stimmt irgendetwas nicht, da ist etwas nicht in Ordnung. Und auch: Da wurde Vertrautes genommen, das vor allen Dingen.
Es war eine finstere und aussichtslose Zeit gewesen, selbst als Kind hatte ich das so empfunden. Vielleicht weil die Erwachsenen auch nicht so richtig fröhlich gewesen waren. Jedenfalls sagte mein Vater mir, das haben sie gemacht, weil es nicht mehr so richtig was zu kaufen gibt. Mit der Verkleinerung des Raumes sähe es nicht ganz so leer und trostlos aus. „So denken die jedenfalls.“ Mein Vater war manchmal deutlicher als nötig. Anderseits gab es auch keinen Grund, diese Welt von mir fernzuhalten, für manche Dinge muss man auch schon als Kind sehr erwachsen sein.



Hier oben bin ich seit 1998. Ich weiß noch, wie ich überrascht war, in Br. (6km entfernt) gab es einen superspar und der hatte alles, was man so brauchte, wenn in Berlin vergessen oder wenn der Aufenthalt verlängert. Selbst trockenen Weißwein gab es da und auch eine bestimmte Sorte Jogurt. Die Fleischtheke schien einer hauseigenen Schlachterei angeschlossen zu sein, die Wurst war frisch und hielt auch nicht lange, immer ein Zeichen für gute Wurst, jedenfalls bei Aufschnitt.

Dass ich 1998 noch so sehr überrascht sein konnte von den Veränderungen in der ostdeutschen Provinz, 9 Jahre nach der Wende, das hing ganz einfach damit zusammen, dass ich die Zeit dazwischen mehr im Ausland unterwegs gewesen war und mein Bewusstsein vor 89 stehen geblieben war: Außerhalb von Berlin, da muss man alles mitnehmen. Da bekommt man höchsten Milch und Butter zu kaufen und Bier von einer norddeutschen Brauerei, also Brackwasser.
Aber.
1998 muss ich wohl gerade noch eine Hoch-Zeit hier erlebt haben. Denn von da an ging alles abwärts, anders kann ich es nicht sagen. Ich sage das nicht gerne, weil ich von Natur aus nicht jemand bin, der die Dinge abwärts gehend betrachtet, diese Art, die Gegenwart einzuordnen, ist mir fremd. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Zuerst wurde die Wursttheke abgeschafft, nun gab es nur noch eingeschweißtes, von wem das gemacht wurde, war nicht ersichtlich, ich habe auch mal probiert, mehr Salz, das auf jeden Fall und langelange haltbar. Der Wurst wurde die Zeit gestohlen, (das Empfinden für Zeit), ein untrügliches Zeichen für Niedergang.

Dann veränderte sich das Sortiment. Alternativprodukte zu den Markennamen füllten die Regale, aber die Preise veränderten sich nicht, eher kletterten sie.
Ich bin dann nur noch sehr selten hingefahren, weil es keine Freude mehr war.
Und heute, gut, dass ich stabiler Natur bin, beim Einbiegen auf den Parkplatz sah ich schon die Veränderung, SCHLECKER stand neben superspar mit der Tanne im Logo, SCHLECKER, die Aasgeier, wo es unten ist, dann noch SCHLECKER, eine Kette die auch noch sehr unten ihren Vorteil findet. Hätte ich nicht dringend Butter gebraucht, ich wäre sofort umgekehrt. Aber ohne Butter ist ein Frühstück nur schwer vorstellbar, also auf dem leeren Parkplatz das Auto abgestellt, mit dem Euro einen Wagen losgelöst, durch die Automatiktür hinein und sofort umgeleitet nach rechts: Geradeaus, da wo früher die Kassen waren, hatte man abgetrennt und da war es, das Dejavú, der Keulenschlag.
Ich kürze jetzt ab. Es gab nicht mal Butter! Vielleicht weil man gerade am Umbauen war. Vielleicht deshalb. (Ja, ich gebe es zu, als Blogführer sollte man manchmal etwas mehr journalistisch drauf sein und Fragen stellen, Warum?, Weshalb? Aber da ich Warums und Weshalbs im Grunde verachte, oder besser, die Menschen, die aus fleischgewordener beruflicher Identität diese Fragen stellen, anstatt den Rand zu halten.) Ich habe mit wehenden Rockschößen den Laden verlassen. Mein unnutzer Wagen hätte vor Schwung beinahe die lahmen Automatiktüren gerammt. Ddr! Ostler, Arschlöcher, Idioten. Können nicht mal so umbauen, dass man sich trotzdem willkommen fühlt. Haben kein Talent oder ist denen egal. Mann!

Wie die ddr geendet hat, ist ja hinlänglich bekannt. Das schöne an der Zeit war eigentlich auch, dass als Alternative immer ein Ende da war und ein Aufwärts, der Westen. Das Goldene. Das Bessere. Das Funktionierende. Und heute? Was könnte heute kommen danach? Ich hatte meinen ddr-Flash und nicht mal Butter. Man wird da ein ödes Frühstück, morgen.

16. April 2006

Uckermark, aufgelassen.

Abgelegt unter: Uckermark — gtaag @ 14:44


Seit 1998 laufe ich vier- oder fünfmal im Jahr die große Runde über die Felder und immer denke ich, in dem Dorf, eine dreiviertel Stunde von T. entfernt, daß sich doch endlich einmal ein Käufer für diese beiden Häuser finden könnte. Völlig unverständlich, dieses Brachlliegen, bei so einer Lage. Daß da keiner zuschlägt!
GTaag06

Das eine, Dorfrandlage, außerhalb, aber nicht ganz verlassen (links gleich anschließend bewohntes Grundstück und schräg rechts gegenüber auch) mit ca 2000m2 Land, alter und verwilderter Baumbestand.



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Das andere nur 200 Meter weiter hinein ins Dorf, das ist schon arg mitgenommen. Aber nach hinten ein Blick über die Felder, wie bei dem anderen Haus auch.
Kaufen!



15. April 2006

Begrüßung in T.

Abgelegt unter: Uckermark — gtaag @ 18:53


Das war die Begrüßung gestern Nachmittag in T. Und ne Maus mit Bügel überm Oberkörper, in der Falle. (Das Foto wurde nicht gemacht.)



GTaag 06

GTaag 06
 

9. April 2006

Fast zeitgleich.

Abgelegt unter: Bln., Uckermark — gtaag @ 15:32


Während in Berlin am Rosenthaler Platz per Hochsitz über die Baustellen geschaut wird…



06 Rosenthaler Platz, St. Oberholz
 



… gehen in T., 120km entfernt, die Holzarbeiten in ganz anderem Rhythmus vonstatten:



Loewenberg
Foto: Loewenberg

2. April 2006

Saab. Ist krank.

Abgelegt unter: Uckermark — gtaag @ 19:59


Saab abschlepp 01
Hat man so etwas schon einmal gesehen? In so einer mißlichen Lage und läßt sich dann auch noch fotografieren. Hier ist es, das Foto, exclusiv!



Baujahr 1989, 151000 Kilometer auf dem Buckel, lieber Saab, schäme dich nicht. Da kann die Wasserpumpe schon einmal ihren Dienst quittieren und sagen, sie will nicht mehr. Genaugenommen bist du ja auch nicht kaputt, die Wasserpumpe ists.



Wir dachten ja noch nach Hause zu kommen, hatten zich Wasserflaschen gefüllt, aber in Prenzlau, nach 20 Kilometern, sagte die Temperaturanzeige Hochsommer und die Geräusche, nein, es war unverantwortlich, weiterzufahren. Es zeigte sich auch, so wie hineingegossen, floß das Wasser unten wieder hinaus.
Auf einmal war ich Beifahrer: T. trat in Aktion mit ADAC-Mitgliedschaft, Dank ihres Vaters, der hat ihr so etwas einmal abgeschlossen, Recht hat er!, ja ich weiß es, ich bin ja auf Sparflamme, was Mitgliedschaften und Versicherungen angeht, so Recht hat er!
Nach einer Stunde kam ein freundlicher Mann aus Bietikow, der seine Tasse Kaffee etwas schneller hatte austrinken müssen und das zweite Stück Kuchen hat er wohl dann auch nicht genommen. Wobei, Bietikow liegt höchstens 20 Minuten von Prenzlau weg, aber nun ja, am Sonntag. Mit 70Euro Draufzahlen ging es nach Treptow, in die Werkstatt. Das ist ein Freundschaftspreis.



06Saab Abschlepp 2
Beim Warten auf den Abschleppwagen konnten wir die Uckermärker beobachten. Man tankte und wusch seine Autos. Der Wagen rechts im Bild hatte vercromte Felgen. Ich fragte den Typen, einen Klassiker: breit, stiernackig, hochgeschorene Haare, er konnte vor Kraft nicht laufen, wie teuer denn eine Felge sei, 400 Euro? Reicht nicht, antwortete er und sein Bizeps spannte sich.
Später war die Heckklappe offen, eingebaut eine Musikanlage, einheitlich mit der hellen Innenraumverkleidung, Ton in Ton, die Schallaustriite der Boxen schwarz. Er drehte sehr gezähmt auf, irgendwie gefiel mir das. Wenn der die Anlage aufreißt, mein Gott, die Bässe täten bestimmt im Brustraum wehtun. Ich hätte ihn gerne gebeten. Aber da kam auf einmal der Abschleppwagen.

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