|GTaag|

16. Juli 2008

Spanien 2

Abgelegt unter: Spanien, TON-Splitter — gtaag @ 01:46
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In einem Sketch der 70iger, Diether Krebs schon füllig in enger Badehose, ist mit Mutti und Kind unterwegs zum Strand, nachdem ja im Prospekt Strandnähe beschrieben war und Blick zum Meer… Sie müssen über 2 Straßen, kaum möglich, durch Baustellen und vorbei an hohen Mauern. Ob sie jemals am Meer ankommen sind?

Das Hotel in Estepone wäre ein Prototypdrehort für solch einen Sketch. 25-Meter-Pool, jedes Zimmer ein Balkon, Palmen, Grün, Bar, Restaurant, gläserner Fahrstuhl. Spa. 500 Meter bis zum Stand.
Dass das Areal von einer Hauptverkehrsstraße umschlossen ist und die danebenliegende Autobahn per Brücke zu überqueren ist, nachdem man die Leitplanken zweier Kreisverkehre überwunden und dann eine Böschung hinuntergekrackselt, heil unten angekommen, einen Pfad an einer Mauer laufen muss und nachdem man noch eine Weile parallel zum Strand … schließlich hat man keine Infrarotfernbedienung für die sich langsam wegschiebenden Gittertore, in denen die blankgeputzten Autos verschwinden, man muss sich einen schamig versteckten Durchgang suchen, um endlich am Strand zu sein. 500 Meter, 30 Minuten später.

Nachts zirpen die Grillen. Der Autoverkehr hat etwas nachgelassen. Eigentlich sollte man ja auch sich nicht stören lassen, Balkontür zu und die Klimaanlage an.

Oder doch Balkontür auflassen?, und die ganze Zeit das hören, was Sie, wenn Sie Pech hatten, bis soeben gehört haben?

15. Juli 2008

Spanien 1

Abgelegt unter: Spanien — gtaag @ 00:36
In Südspanien auf der A-7 Richtung Gibraltar fahren viele Autos mit Dachgepäckträgern und Anhänger, die Dachgepäckträger sind mit Kartons zu einem Quader vollgestellt, mit Plastik bedeckt und zusammengeschnürt. Die Anhänger ebenfalls, plastikverschnürt. Die Autos sind nicht die schlechtesten, meistens großer Hubraum, das ist nicht so schlimm, es geht Richtung Afrika, Marokko, da braucht man Kraft und hat Zeit.
Gibraltar liegt als Felsen, der wie eine Kreidehalde aussieht, vor der Küste Spaniens, und wenn die Sicht gut ist, neben der Meerenge, gegenüber, genauso eine Halde, aber nicht weiß, das ist Marokko. Afrika ist sehr nah und die Gastarbeiter in Europa, sie sind die eigentliche Wirtschaftshilfe.
Die Küste zwischen Malaga und Gibraltar ist verbaut mit festungsähnlichen Siedlungen, rotirden gehalten, viele kleine Dächer und Vorsprünge und Zinnen. Die sieht man vor allen Dingen links und rechts der Bezahlautobahn, die etwas weiter im Land, aber noch in Sichtkontakt zum Meer, entlangläuft. Die andere, freie Straße, unattraktiv gemacht durch Kreisverkehre an allen möglichen und unmöglichen Stellen, führt vorbei an Ressorts und Fischerhäusern und Villen. Die Sonne brennt, der Wind ist sehr lau und ohne Schärfe. Das Meer hat kleine Wellen und es kommt kein richtiges Tosen. Die Palmen recken sich steil und mit der Hauptwindrichtung. Das Leben hier, zwischen Klimaanlage und Auto. Irgendwie.