|GTaag|

18. Oktober 2009

Die kleine m. ist da

Abgelegt unter: m — gtaag @ 23:57
Maribel.

Jetzt kuriert sie erst einmal eine Lungenentzündung. Die Reise im Bauch zu uns war scheinbar zugig. Kleine m. Halt durch. Wir haben noch viele Dinge miteinander zu erleben und zu besprechen!

7. Oktober 2009

Opa H.

Abgelegt unter: m — gtaag @ 22:58

1895 wurde m.s Uropa Wilhelm H. geboren, und die Fahrt nach Torgau zu seinem Geburtstag war nicht oft, weil keine Ferien waren, aber fester Programmpunkt eines laufenden Jahres und des fortschreitenden Herbstes. Als Kind schrieb man mindestens einen Brief, etwas mehr als „wie geht es dir, mir geht es gut“, denn schließlich kamen aus Torgau regelmäßig Briefe nach Berlin, die der Opa auf seiner „Erika“ tippte. Opa hat geschrieben. Das waren dann Schilderungen aus dem Alltag mit ironischem Seitenblick. Opa H. hatte den Schwung, so wie er Tischdecken mit Blumen bestickte (die Rückseite kann durchaus mit der Vorderseite verwechselt werden, so exakt stach er), so schrieb er diese Briefe, manchmal war ein Fleckchen Rotwein darauf, als Kind wusste ich diesen Katalysator nicht zu deuten.

Je länger der Geburtstag der kleinen m. auf sich warten lässt, umso öfter denke ich an meinen Großvater. Nachdem T. das Magenmedikament dankbar genommen, aber die Wehen nicht übernommen hat, geht es weiter in den Oktober hinein. Die m. hat nicht mehr viel Platz zum Poltern und hat ihren Kopf schon in den Geburtskanal geschoben – sie liegt ideal, wird gerne gesagt. Ich habe ihr 2 Wickelauflagen gebaut, eine in Berlin und eine für hier in T.

Es ist eine schöne Zeit, etwas wie einen halben Meter über dem Boden.

Die kleine m. ist schlau. Sie gibt den Eltern Gelegenheit, sich zu besinnen. Wir sind überrascht. Zu zweit und fast schon zu dritt. Morgen werden die Winteräpfel geborgen. Kleine m., halt aus. Bis zu Opas Geburtstag sind auch noch 5 Tage Zeit.


2. Oktober 2009

Nichts neues…

Abgelegt unter: m — gtaag @ 22:20
… von der Geburtsfront.

Es gibt Pillen, die wehenfördernd wirken, aber eigentlich als magenberuhigende Präparate zugelassen sind, dafür sind sie auf den Markt. Das wehenfördernde Hormon ist im Mykrobereich und nach einem Pillchen könnten binnen 5 Stunden die Wehen angeschoben werden. Nach 5 Stunden entscheidet es sich auf die doppelte Dosis, 2 Pillchen, dann ist eine Nacht Pause und man entscheidet weiter. Dazwischen kontemplative Sitzungen am Kardiotokograph (CTG) oder Herztonwehenschreiber, eine Art Fahrtenschreiber für die Herztöne der kleinen m. und die Wehen der großen T.
Die Herztöne der kleinen m. waren wie ein unrundes Hamsterlaufrad zu hören, durch einen 1-Watt-Lautsprecher, tocktacktocktack, wenn sie wach ist auf 150 bis 160 und im Schlaf 120. Ab und zu durch deutlichen Schluckauf unrund gemacht. Die Wehen wurden durch die T. selber kommentiert und tatsächlich, dann zählte sich langsam die Zahl hinauf bis über 100. Schöne Berge waren dann zu sehen auf dem Kartiotogramm, aber eben nur spitz und wie unerklimmbare Berge, nicht anhaltend und mit einlandender Aussicht, selbst ein Laie kann erkennen: Das will noch nicht richtig, das ist noch nicht naturgewollt.
Der Nebeneffekt der wehenfördernden Pillen: T.s Magen beruhigte sich. Man kann dieses Präparat nicht hoch genug preisen. Komisch eigentlich, dass für ein so gutes Mittel eine Unterschrift geleistet werden musste, dass man belehrt wurde, dass es ein Magenpräparat und kein Wehenpräparat.

Ich bin wieder nach Hause gefahren. Wenn man viel Glück hat, kann man die Heerstraße mit Grüner Welle fahren. Spritverbrauch 6 Liter Diesel auf 100.

26. September 2009

Hochschwanger.

Abgelegt unter: m — gtaag @ 00:36

T. ist eine schöne Schwangere, ganz schlank und sportlich, bis “zum letzten Tag”. Allerdings ist sie vor einer Woche mit dem Rad gefallen und hat sich per Lenker die Rippe geprellt, seitdem hat sie Fahrradverbot und ich darf sie nicht zum Lachen bringen, was schwer ist. Die kleine m. hat auch Verbot, in die Rippen zu treten, hält sich nicht dran, ich auch nicht mit dem zum Lachen bringen.
In T. (Uckermark), das war eine schöne Zeit, T. hat auf einer Liege draußen den Tag zugebracht, die m. brütend, und ich habe die Apfelflut eingedämmt. 1 Tag Äpfel auskernen und schneiden = 8 Liter Saft. Dafür aber 100%iger.
Wir wissen es ja beide nicht, ist es normal, so schlapp zu sein und kaum noch essen zu können, weil Sodbrennen alles verhindert?

Heute Vormittag sind wir zur Frauenärztin gefahren, die kleine m. ist 3000 Gramm schwer und freut sich des Lebens. Nur T., sie hat Gewicht verloren und ihr ist permanent schlecht. So war es dann nicht geplant, wir fanden uns in der Havelhöhe wieder, wo sie entbinden wird, und sie hat schon heute dort ein Bett. Die Anthroposophen. Die Betten haben ein Holzgestell und eine Lavasteinlampe steht auf dem Nachttisch. Ansonsten gibt es auch weißes Licht und alle sind sehr nett.
Ich fuhr nach Hause über tiefstes Westberlin, die Heerstraße zieht sich und es war die Berliner Rotewelle. Die Wohnung war leer und mir war komisch zumute, ich packte eine Tasche für T., aß eine Tomatenstulle mit Tomaten von der Terrasse und fuhr zurück per Roter Welle zur Havelhöhe. T. hatte man an einen Tropf angeschlossen, ihr Körper braucht Flüssigkeit, durchs Sodbrennen hatte sie praktisch nicht mehr essen gemocht und trinken ging kaum noch. „Dickes Blut“ wurde diagnostiziert. Da lag sie nun, meine T., munter, aber die Rippenprellung nun jetzt in voller Leistung und die m., sie bockelte und ließ die Bauchdecke ein Eigenleben veranstalten. Bis hoch zu den Rippen.
Es ist schwer. Ich darf die T. nicht zum Lachen bringen, wie soll es denn dann erst bei der Geburt sein, wenn T. erst richtig Schmerzen hat, jetzt atmet sie immer hörbar aus, pfffffff, das ist so lustig, manchmal ist es auch ein pff pff pfff. Noch lustiger.

22. September 2009

m. Kurz davor

Abgelegt unter: m — gtaag @ 01:21
Die kleine m. bekommt den letzten Schliff und das fordert die Mutter: Ganz entschleunigt ist die große T., liegt in T. viel im Garten auf der Liege und kann schon seit Wochen nicht mehr über die Bauchmuskeln aufstehen, das ist dann ein Zuseiterollen und ein Zuhilfenahme der Arme, aus der Hocke, wie bei sehr gewichtigen Leuten.
Die m. wird und gedeiht.
Der Haushalt hat sich schon etwas verändert und mein seelischer Zustand lässt sich wohl am einfachsten damit beschreiben, dass ich mich an einen Bericht erinnere, in dem gesagt wird, nachdem ein Unglück geschehen ist: „Sie hatten alles vorbereitet, die Wiege stand bereit, der Wickeltisch, die erste Ausstattung.“
Nicht auszudenken.
Obwohl ich eher denke, vieles wird sich finden und mit der Situation entsteht die Handlung, so sehr falsch kann sie ja nicht sein, … Wie alles werden wird? Noch ist die kleine m. abstrakt, in den nächsten Tagen wird sie materiell.

23. August 2009

Venedig 2009

Abgelegt unter: Allgemein — gtaag @ 20:50
2 Filme im Wettbewerb, “Lourdes” und “Woman Without Men”. Beim letzteren der Anruf einer Produktionshelferin, Hilfe, wo sind die Origninaltöne?
Nach 2 Jahren kann das schon mal passieren, dass die Töne alle weg sind. Oder jedenfalls verlegt. Selbstverständlich nur verlegt. Dabei wird allerwärts vom Backupwahn geredet.  …

22. August 2009

40 Jahre her

Abgelegt unter: Erinnerungen — gtaag @ 21:35
Strohhalme, die bei heißer Milch schlaff wurden.

Milch in Schläuchen: blau mit normalem Fettgehalt, rot reduziert. Blau 70 Pfennige der Liter, rot unbekannt, da verpönt.

Die Milchtüten ausgewaschen und als Stullenbeutel benutzt.

Ratterlok (eine Westernlokomotive von Mattel), die durch einen kleinen sich drehenden Mechanismus in der Mitte am Boden die Lok in unendlicher Bewegung hielt: Stieß sie an ein Hindernis, auch eine Wand, setzte sie ihre Fahrt fort.

Ebendiese Ratterlok, gefüttert mit 2 Flachbatterien, die gerne ausliefen, die Säure war scharf und musste hinterhergeschmeckt werden

Der Sommer mit Wasserknappheit am Müggelberg: Wenn unten in den Kleingärten noch die Rasensprenger liefen, tröpfelte es oben nur noch. Die Toilette hatte keinen Wasserkastenspüler, es musste mit einem Eimer nachgegossen werden. Das Wasserfaß wurde mitten in der Nacht vollgelassen, wurde geduscht?, gebadet?, es gab in den Langen See (die Dahme). Das Wasser war zwar nicht sauber, wurde gerne von der Industrie gefüttert, aber Ekel davor kam erst später auf.

Ein früh aufgetauchter Traum, der in den Tag aufgenommen wurde und mitunter bis heute das Gefühl wiedergibt, fliegen zu können: Am Berg war der Garten in Terrassen aufgeteilt und ich springe die Treppen hinunter, weit, sehr weit, komme gar nicht zum Landen, muß mich nur ein wenig anstrengen, biege im Flug um die Ecke, höre gar nicht auf zu fliegen. Nein, nicht sehr hoch, eher so einen Meter über den Boden. Es funktioniert hervorragend, es macht mich auf eigenartige Weise stark. Dieses mir eigene Gefühl, fliegen zu können wird mitunter sehr hart auf die Probe gestellt, wenn es nur darum geht, einen Rinnsal zu überspringen. Wenn der Flug dann mickrig ausfällt wundere ich mich.

Eine Iljuschin Il-18, die nur mit 2 Propellern betrieben Richtung Schönefeld flog. Sehr langsam. Sehr leise. Sehr sicher. Die beiden ausgefallenen Propeller drehten sich in Zeitlupe und ich schaute in Erwartung eines Unglücks hinterher, bis sie hinter den Kiefern verschwunden war. Ein Glück, jeweils eines links und eines rechts waren ausgefallen. Später bin ich einige Male solche eine Maschine mitgeflogen. Innen war sie eine kleine benutzte und abgeschabte Röhre, vibrierend. Besorgt hatte ich auf die Propeller geschaut, die zuverlässig liefen. Angeblich hat diese Maschine sich auch nur mit einem Propeller in der Luft halten können.

22. Juni 2009

-;)

Abgelegt unter: m — gtaag @ 22:43
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“Sollen wir denn auch für die kleine m. in Quicken eine Kategorie aufmachen?”
“Na klar. Ich will schon wissen, was sie uns so gekostet hat.”
“Dann müssen wir aber auch gegenrechnen: Kindergeld und so und was ihr sonst so zugeflossen ist. Oder wollen wir das lieber geheimhalten? Nicht dass sie wenn sie 18 ist ankommt und sagt: Ich kriege noch 15tausend7hundert65 Euro von euch. Zinsen dazu marktüblich 12%. Über Ratenzahlung lasse ich nicht mit mir reden. Papa, verkauf deinen Porsche. Mama, du bist in letzter Zeit zu häufig Businessclass geflogen, das geht genauso gut Holzklasse. Und der nächste Urlaub fällt aus.”

16. Juni 2009

Es geht weiter

Abgelegt unter: Allgemein — gtaag @ 01:28

15. Mai 2009

Abgelegt unter: so — gtaag @ 22:53
Sie hat mir heute gewunken und hat eine ziemlich plattgedrückte Nase …. KLAXXX

20. April 2009

:-))

Abgelegt unter: Allgemein — gtaag @ 20:51
“Yippie, ein Mädchen!”
“Was hättest du gesagt, wenn es ein Junge werden würde?”
“Yippie, ein Junge!”

Windräder

Abgelegt unter: Uckermark — gtaag @ 12:39
Die Fundamente lassen eine Plombe von den Wurzeln einer Solitäreiche erahnen, was oben herausschaut ist eher mickrig und hat einen Durchmesser von ca. 3 Metern und könnte ein Brunnen sein, darauf soll also ein 300m hohes Windrad montiert werden. Die Plombe ragt in ihrem Kreisrund 4 Meter hoch aus der Landschaft, die Dimensionen verlieren sich, wenn man das von weitem in den Feldern sieht. Auch sonst ist es unspektakulär, der Ring ist in dichten Abständen gelocht für die Bolzen und 10 Plastikrohre ragen blind aus dem Boden, wo der Brunnenschacht sich öffnen könnte ist nach einem halben Meter Beton, das ist alles.
T. bekommt in guter Sichtbarkeit seine Windräder, 10 Jahre hat der Kampf dagegen, an dem ich mich nicht beteiligt habe, gedauert. Wenn die Politik sich einig ist zählen keine Menschen, die ruhige Horizonte bevorzugen, das stimmt schon, man muß mitunter seine Sentimentalität vor dem Höheren und Ganzen zurückstellen. (Wer das Höhere und Ganze bestimmt ist eine andere Frage.)

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